Beim Radio­sender Catalunya Radio“ wurde Pep Guar­diola auf Lionel Messi ange­spro­chen. Also redete Pep. Und hörte nicht mehr auf. Hier die Über­set­zung im Wort­laut. 

Leo ist pri­vi­le­giert, er ist ein Genie. Einer der größten Ath­leten aller Zeiten. Ath­leten, nicht nur Fuß­baller. Er trägt das gesamte Gewicht Argen­ti­niens auf seinen Schul­tern. Der größte Vor­teil, wenn man Leo Messi in seinem Team hat, ist, dass die anderen zehn Spieler auf dem Feld wissen, dass sie Leo Messi in ihrem Team haben. Und daher wissen, dass er es früher oder später schon machen wird. Ich war sein Trainer. Wenn wir Dinge planten dachte ich mir: Wir bringen den Ball zu Messi und er wird treffen“. Nur der beste aller Zeiten kann das. Dieses Gewicht und die Gabe damit umgehen zu können…

Keiner macht die ein­fa­chen Dinge so gut wie er“

Wissen Sie wie schwierig es ist, alle drei Tage raus­zu­gehen und jeder erwartet von dir drei Tore und drei Vor­lagen? Alle drei Tage? Das ist brutal. Kein Mensch der Welt außer ihm kann solch einen Druck jedes Spiel aus­halten. Das Beste an ihm sind nicht die außer­ge­wöhn­li­chen Dinge, die er macht. Das Beste ist, dass keiner auch die ein­fa­chen Dinge so gut macht wie er. Keiner. Wie Johan Cruyff schon sagte: Das schwie­rigste ist es, die ein­fa­chen Dinge richtig zu machen.

Da ist keine schlechte Ball­kon­trolle, kein schlechter Pass. All die Dinge, die sie dir als Kind lehren ein­fach zu halten. Ich spreche nicht davon, drei Spieler aus­zu­drib­beln und ein Tor zu schießen. Oder die anderen Dinge, von denen wir wissen, dass er sie seit einem Jahr­zehnt macht. Das Beste, was du Kin­dern über ihn bei­bringen kannst, ist es, sich die ein­fa­chen Dinge, die er besser macht als jeder andere, anzu­schauen. Jeder macht sie kom­pli­ziert, sie wollen Sachen hin­zu­fügen. Er hält es immer ein­fach.

Ich will kein Barca-Spiel ver­passen“

Es ist ein Pri­vileg ihm zusehen zu können. Ich will kein ein­ziges Barca-Spiel ver­passen, weil ich glaube, dass wir etwas ver­lieren werden, was unwie­der­holbar ist, wenn er auf­hört. Ich bin ein großer Bas­ket­ballfan. Ich erin­nere mich daran, wie ich in der Nacht um vier Uhr auf­ge­standen bin, um Michael Jordan spielen zu sehen. Selbst wenn ich am nächsten Tag mor­gens Trai­ning hatte. Weil ich fühlte, nichts von dem ver­passen zu wollen, was er macht, bevor er auf­hört. Und jetzt ist es das gleiche. Wir können kein Spiel ver­passen, ein­fach weil er so gut ist. Wir können so glück­lich sein, ihm zuschauen zu können. Und jedes Jahr denkst du: Er wird besser.

Tito, möge seine Seele in Frieden ruhen, sagte einst einen groß­ar­tigen Satz über ihn. Dass er wie ein Schüler ist, der in den Unter­richt kommt und vom Lehrer gelang­weilt ist, weil er schon alles weiß. Und manchmal, wenn wir trai­nierten und ich ihm sagte du musst hierhin“, dachte ich mir, er wird sich denken warum sagt er mir das, wenn ich es doch schon längst weiß“. Aber er gibt dir nicht das Gefühl, dass er der Star ist.