FRAUEN WM
Spielort: Kanada
Fern­sehen: ARD, ZDF, Euro­sport
Spiele der deut­schen Mann­schaft: Elfen­bein­küste (10:0), Nor­wegen (1:1), Thai­land (15. Juni, 22 Uhr)
Spiel­plan: Ergeb­nisse, Tabellen usw. findet ihr hier »

1.
Das sind die Stars

Marta
Die fünf­ma­lige Welt­fuß­bal­lerin Marta Vieira da Silva gilt immer noch als beste Spie­lerin der Welt. Seit dem ersten Spieltag des Tur­niers darf sich der Star des FC Rosen­gard mit 15 Toren zudem allei­nige Rekord­tor­schützin bei Welt­meis­ter­schaften nennen. Ein Titel mit der Natio­nal­mann­schaft fehlt der emo­tio­nalen Bra­si­lia­nerin dagegen noch.
 
Chris­tine Sin­c­lair
Auch Kanadas Chris­tine Sin­c­lair gehört schon lange zu den Namen, die regel­mäßig bei der Dis­kus­sion um die beste Spie­lerin der Welt fallen. Und auch Sin­c­lair fehlen die Natio­nal­mann­schafts­titel, um das zu unter­mauern. Die spie­le­ri­sche Klasse der Angrei­ferin ist aller­dings unbe­stritten.
 
Celia Sasic
Celia Sasic, ehe­mals Celia Okoyino da Mbabi, ist in der Form ihres Lebens. In den ver­gan­genen zwei Jahren wurde sie Tor­schüt­zen­kö­nigin der Bun­des­liga, dazu kam in dieser Saison der Gol­dene Schuh in der Cham­pions League. Im ersten Spiel gegen die Elfen­bein­küste gelangen der Stür­merin des FFC Frank­furt drei Tore. Damit ist sie auch bei dieser WM Favo­ritin auf die Tor­jä­ger­ka­none.

2.
Diese Bun­des­li­ga­spie­le­rinnen sind u.a. dabei

Vivi­anne Miedma (FC Bayern, Nie­der­lande)
Miedma gilt als eines der größten Talente dieser WM. Beim deut­schen Meister FC Bayern kam die 18-Jäh­rige in dieser Saison bereits auf 19 Pflicht­spiele und erzielte acht Tore.
 
Yuki Ogimi (VfL Wolfs­burg, Japan)
Yuki Ogimi spielt bereits zwi­schen 2010 und 2013 in der Bun­des­liga bei Tur­bine Potsdam. Nach einem Jahr in Eng­land beim FC Chelsea, kehrte die Offen­sivall­roun­derin vor dieser Saison nach Deutsch­land zurück. Beim Pokal­sieger VfL Wolfs­burg gehörte sie aller­dings nicht zum Stamm­per­sonal.
 
Nilla Fischer (VfL Wolfs­burg, Schweden)
Die 30-jäh­rige Schwedin war fester Bestand­teil der Wöl­finnen in dieser Saison. Die 1,75 Meter große Innen­ver­tei­di­gerin zeichnet neben ihren Defen­siv­qua­li­täten auch Tor­ge­fahr aus. Diese stellte sie schon im ersten Grup­pen­spiel gegen Nigeria unter Beweis, in dem sie zum zwi­schen­zeit­li­chen 2:0 traf.
 
Vero­nica Boquere (FFC Frank­furt, Spa­nien)
Vero­nica Boquere spielte in der ver­gan­genen Saison beim FFC Frank­furt und erzielte in 21 Ein­sätzen sieben Tore. Damit über­zeugte sie den FC Bayern, der die Kapi­tänin der Spa­nie­rinnen ab nächster Saison unter Ver­trag nimmt.
 
Mar­tina Moser (TSG 1899 Hof­fen­heim, Schweiz)
Mar­tina Moser steht stell­ver­tre­tend für eine ganze Reihe Schwei­ze­rinnen, die in der Bun­des­liga ihr Geld ver­dienen. Sie spielt seit 2012 bei der TSG Hof­fen­heim. Vorher war die Mit­tel­feld­spie­lerin bereits für den SC Frei­burg und den VfL Wolfs­burg auf­ge­laufen.
 
Ria Per­cival (USV Jena, Neu­see­land)
Mit Ria Per­cival spielt eine der Stars Neu­see­lands in Deutsch­land. Beim USV Jena kam die rechte Flü­gel­spie­lerin auf 23 Pflicht­spiele. Dabei erzielte die 25-Jäh­rige ein Tor und berei­tete drei wei­tere vor.

3.
Das sind die Favo­riten

Deutsch­land
Bei einer Welt­meis­ter­schaft der Frauen gehört das deut­sche Team tra­di­tio­nell zu den ganz großen Favo­riten. Das ist auch in diesem Jahr nicht anders. Mit Nadine Angerer hat man die beste Tor­hü­terin der Welt in den eigenen Reihen, mit Celia Sasic eine der der­zeit besten Stür­me­rinnen. Auch die Defen­sive steht in der Regel gut. Nach der schmerz­haften Pleite bei der Heim-WM vor vier Jahren haben die deut­schen Frauen sich einiges vor­ge­nommen.
 
USA
Auch die USA gehören seit langem zu den festen Größen im Frau­en­fuß­ball. Ähn­lich wie die Deut­schen können sich die US-Ame­ri­ka­ne­rinnen auf eine starke Physis ver­lassen. Mit Abby Wam­bach steht eine Legende immer noch auf dem Platz, ihre Erfah­rung kommt den jungen Spie­le­rinnen sicher zugute. Die Mann­schaft ist mit einem Sieg (3:1 gegen Aus­tra­lien) und einem Unent­schieden (0:0 gegen Schweden) ins Tur­nier gestartet.
 
Frank­reich
Die Fran­zö­sinnen stehen für tech­nisch anspruchs­vollen, attrak­tiven Fuß­ball. Dabei pro­fi­tieren sie von den euro­päi­schen Spit­zen­mann­schaften Olym­pique Lyon und Cham­pions-League-Fina­list Paris St. Ger­main, bei denen ein Groß­teil der Spie­le­rinnen unter Ver­trag steht. Gerade gegen andere große Teams spielt die Mann­schaft um Kapi­tänin Renard gerne richtig groß auf. Die USA, Kanada und Deutsch­land wurden in diesem Jahr bereits geschlagen – im zweiten WM-Grup­pen­spiel setzte es aller­dings eine 0:2‑Niederlage gegen Kolum­bien.
 
Kanada
Bei der WM im eigenen Land möchte Kanada natür­lich um den Titel mit­spielen. Ein starkes, aus­ge­gli­chenes Team ist vor­handen, mit Chris­tine Sin­c­lair steht immer noch eine der kom­plet­testen Spie­le­rinnen des Pla­neten im Kader. Von den Favo­riten hat Kanada viel­leicht den schwächsten Kader, mit dem Heim­pu­blikum im Rücken und ein wenig Glück ist der ganz große Wurf aber mög­lich.