Bie­bertal gegen den Winter
Spiel­ab­sagen, Trai­nings­aus­fall – ein typi­scher Winter in der Kreis­liga. Nur bei der FSG Bie­bertal läuft das anders. Gleich zweimal trotzten die Bie­ber­taler auf krea­tive Art dem Winter. Als im Februar das Freund­schafts­spiel gegen FSG Lumda/​Geilshausen zu kippen drohte, wurde kur­zer­hand ein Schlepp­netz hinter ein Auto gespannt und damit akkurat der Platz abge­zogen. Bie­bertal gewann deut­lich mit 4:0 gegen Lumda/​Geilshausen und den Winter. Doch damit nicht genug. Zwei Wochen später war der Platz so ver­eist, dass selbst der rasan­teste Fahrer den harten Boden nicht erwei­chen konnte. Spontan trai­nierte man in der benach­barten Spaß-Park auf Tram­po­linen die Sprung­kraft. Beim nächsten Trai­nings­aus­fall ver­mut­lich in Pla­nung: Durch die Gasse spielen“ in der ört­li­chen Fuß­gän­ger­zone.

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Die glor­rei­chen Sieben von Ober­hausen
Vor dem Spiel des Tabel­len­letzten DJK Adler Ober­hausen gegen den Tabel­len­führer FC Sterk­rade 72 hagelte es in der WhatsApp-Gruppe der Gast­geber Absagen. Ein fieser Magen-Darm-Virus zog seine Kreise, diverse Omas fei­erten zum dritten Mal ihren 80. Geburtstag und wer noch keine Aus­rede hatte, ent­scheid sich kur­zer­hand für einen Woh­nungs­wechsel. Nur sieben wackere Recken zogen mit Trainer Hartmut Elias in die scheinbar aus­weg­lose Schlacht gegen Sterk­rade. Sieben Männer bereit, alles zu geben und bis zum Äußersten zu gehen. Zumin­dest bis zur vierten Spiel­mi­nute, dann kas­sierte man das 0:1 und einer der sieben Helden ver­letzte sich. Das Spiel wurde nach fünf Minuten abge­bro­chen. Der Mut ist wie ein Regen­schirm. Wenn man ihn am drin­gendsten braucht, fehlt er einem. Glei­ches gilt für Aus­wech­sel­spieler.

Was ich besser als mein Vor­gänger mache? Alles!“
Zu den Gepflo­gen­heiten bei einem Trai­ner­wechsel im Pro­fi­fuß­ball gehört auch immer die Dank­sa­gung an den Vor­gänger. Da kann der Sai­son­start noch so desolat, die Vor­be­rei­tung noch so lasch gewesen sein, die drei Siege nach dem Amts­an­tritt des neues Trainer sind immer auch Ver­dienst des Ent­las­senen. Das ist natür­lich Quatsch – aber eine der wenigen Anstands­for­meln, die bis heute Bestand haben. Der­ar­tige Flos­keln braucht Thomas Ben­ning vom FC Vik­toria Heiden nicht: Was ich besser als mein Vor­gänger mache? Alles!“ Tat­säch­lich führte er den Lan­des­li­gisten mit drei Siegen aus vier Spielen raus aus der Abstiegs­zone. Vor­gänger Harald Kate­mann beißt Zuhause beherzt in den Holz­tisch.