Was vom 179. Revier­derby in Erin­ne­rung bleiben wird, fand leider nicht auf dem Platz statt: Als das Spiel schon lange vorbei war und sich die beiden Fan­lager bereits auf dem Heimweg befanden, kam es zu einer Ran­gelei am Dort­munder Haupt­bahnhof. Was dort vor­ge­fallen ist, wird von zwei Seiten unter­schied­lich dar­ge­stellt:

Zwei ver­schie­dene Wahr­neh­mungen

In der Pres­se­er­klä­rung der Bun­des­po­lizei wird die Situa­tion fol­gen­der­maßen beschrieben: „(…) betrat ein ein­zelner Schalke-Fan, gekleidet in blau weiß und am S04 Emblem deut­lich erkennbar, den Dort­munder Haupt­bahnhof durch den Haupt­ein­gang. Dabei wurde der Fan durch die rück­keh­renden BVB-Fans pro­vo­ziert. Der Schalke-Fan ließ sich sei­ner­seits dazu hin­reißen, die Dort­munder-Fans verbal zu pro­vo­zieren. Als er kurz darauf einen BVB-Fan anspuckte, eska­lierte die Situa­tion und zahl­reiche wei­tere Fans soli­da­ri­sierten sich gegen den Schalker. Dar­aufhin schritten Bun­des­po­li­zisten ein, schützen den S04-Fan. Aus diesem Anlass kam es zu Soli­da­ri­sie­rungs­ef­fekten gegen die Ein­satz­kräfte der Bun­des­po­lizei. Diese räumten sofort den Per­so­nen­tunnel und drängten die Dort­munder Fans aus dem Bahnhof. Dabei wurde auch Pfef­fer­spray gegen meh­rere Per­sonen ein­ge­setzt.“

Schlag­stock­ein­satz gegen Unbe­tei­ligte?

Die Fan­hilfe Dort­mund wider­spricht dem. Auf Twitter heißt es: Die Sicht­weise der Polizei teilen wir nicht. (…) Bei dem Poli­zei­ein­satz wurden unter anderem Mit­ar­beiter und Anwälte der Fan­hilfe, des Fan­pro­jekts sowie Unbe­tei­ligte kör­per­lich ange­gangen und teil­weise ver­letzt. Daher wollen wir die Sach­lage und Ver­hält­nis­mä­ßig­keit des Ein­satzes prüfen. Allen Ver­letzten wün­schen wir gute Bes­se­rung.“

Des Wei­teren teilte das Dort­munder Fan­zine schwatz​gelb​.de mit, dass ein Redak­teur kör­per­lich von einem Poli­zisten mit einem Schlag­stock ange­gangen worden sei, obwohl der Jour­na­list abseits der Ran­gelei tele­fo­niert habe. Dabei hätte der Redak­teur schwere Gesichts­ver­let­zungen erlitten, noch am Wochen­ende sei er ope­riert worden.