Peter Neururer, wir sind begeis­tert!
Prima. Wes­halb denn?

Wir haben Ihre gran­diose Donald-Duck-Imi­ta­tion wäh­rend des Fan­talks auf Sport1“ gehört!
Ach, du meine Güte. Wie habe ich euch gefallen?

Es war gran­dios. Wie kam es dazu?
Das lag an Buschi, diesem ver­rückten Hund. (Frank Busch­mann, Mode­rator der Sen­dung, d. Red.) Dem muss irgend­je­mand erzählt haben, dass ich früher ein ganz pas­sa­bler Stim­men­imi­tator war.

Früher?
Mit 13, 14 Jahren war ich in einem katho­li­schen Jugend­fe­ri­en­lager in Öster­reich. Wir besuchten eine Walt-Disney-Show, einer der Ani­ma­teure fragte, ob es in unserer Gruppe jemanden geben würde, der gut Stimmen nach­äffen könne. Einer der Betreuer zeigte auf mich und rief: Wir haben hier einen, der kann alles nach­la­bern!“ Also wurde ich auf die Bühne geschickt.

Um sogleich mit Ihrem Donald-Duck-Gequake zu beein­dru­cken!
Unter anderem. Aber ich konnte damals so fast alles nach­ma­chen. Von Heintje über Roy Black bis hin zu Flipper, dem Delfin.

Herr Neururer, Sie sehen es nicht, aber wir knien bit­tend auf dem Boden: Eine Kost­probe!
Tut mir leid, das habe ich alles im Laufe der Jahre ver­lernt. Selbst Flipper und den konnte ich richtig gut! Nur noch Donald ist mir geblieben.

Warum hat sich der Kreis dann aus­ge­rechnet im Sport1-Fan­talk“ geschlossen?
Irgend­wann ging es um die Beset­zung dieser Idio­ten­sen­dung Dschun­gel­camp“ – nennen wir das ruhig mal so, ist ja fast schon offi­ziell – ein Format, das zeit­gleich zu unserem Fan­talk aus­ge­strahlt wird und uns auch noch die Zuschauer stiehlt. Da meinte ich: Die ein­zige Fähig­keit, die man haben muss, um da als Pro­mi­nenter zu gelten, ist, Kar­stadt zu beklauen.“ (Einer der Camp-Insassen 2013 ist Arno Funke, alias Kauf­haus-Erpresser Dago­bert“, d. Red.) Und von Dago­bert kamen wir zwangs­läufig zu Donald Duck. Da sagte Buschi: Dann mach uns doch mal den Donald Duck!“ Also habe ich den Donald Duck gemacht.

Was haben Sie sonst noch auf Lager?
Wie gesagt, außer Donald ist alles weg.

Sport-Goofy?
Nein!

Alf?
Nie gekonnt. Tut mir leid, keine Chance.

Schade. Haben Sie diese Fähig­keit denn irgend­wann einmal gewinn­brin­gend in Ihrer Arbeit als Fuß­ball­trainer ein­setzen können?
Einmal schon. Die Bayern waren zu Gast im Ruhr­sta­dion. Meine Mann­schaft war wie immer vor Spielen gegen die Bayern ziem­lich nervös. Da dachte ich mir, so eine kleine Auf­lo­cke­rung in der Mann­schafts­be­spre­chung kann nicht schaden. Als die Jungs kurz vor dem Spiel in der Kabine hockten, alle mit ange­spannten Gesich­tern, quakte ich ein­fach drauf los. Die Mann­schaft war begeis­tert!