Die mexi­ka­ni­sche Fuß­ball-Natio­nal­mann­schaft, WM-Auf­takt­gegner von Welt­meister Deutsch­land, hat in der Heimat rund eine Woche vor Tur­nier­be­ginn für Schlag­zeilen gesorgt. Wie das Magazin TV Notas berichtet, sollen neun Spieler nach dem 1:0‑Sieg im Län­der­spiel gegen Schott­land am ver­gan­genen Samstag in Mexiko-Stadt eine Party mit rund 30 Escort-Damen gefeiert haben. Die Zeit­schrift ver­öf­fent­lichte Fotos von leicht­be­klei­deten Damen vor einem Gelän­de­wagen, die sie bei der Ankunft zur Feier zeigen sollen. Daneben sind Fotos von Gio­vani dos Santos und Tor­wart Guil­lermo Ochoa zu sehen. Zusammen sind Spieler und Frauen aber nicht zu sehen.

24 Stunden

Unter den Teil­neh­mern der Party sollen sich laut Angaben des Blattes auch Carlos Sal­cedo und Marco Fabian von DFB-Pokal­sieger Ein­tracht Frank­furt befunden haben. Außerdem wurden Raul Jimenez, Jona­than dos Santos, Hector Her­rera, Jesus Corona und Jesus Gall­ardo nament­lich genannt. Über 24 Stunden sollen die neun Spieler mit den Damen gefeiert haben.

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— Revista TVNotas (@TVNotasmx) 5. Juni 2018

Eine Frau, die vom ver­meint­li­chen Ort des Gesche­hens twit­terte, schrieb: Wenn ich jemandem vom heu­tigen Abend erzählen würde, würde er es mir nicht glauben. So gut war es.“ Und später dann: Ich habe immer daran geglaubt, dass ich eines Tages in einer Bou­le­vard­zei­tung auf­tau­chen würde. Aber ich schwöre, es wäre im Zusam­men­hang mit einer Rock­band, nicht mit Fuß­bal­lern.“

Sie haben kein Trai­ning ver­passt“

Bisher wurde der Vor­fall nicht bestä­tigt. Nur Guil­lermo Cantu, Gene­ral­se­kretär des mexi­ka­ni­schen Fuß­ball-Ver­bandes, schloss eine Bestra­fung schon jetzt aus. Seine kuriose Begrün­dung: Ein freier Tag ist ein freier Tag und das sind die Risiken, die mit sol­chen Frei­heiten ein­her­gehen.“ Und sowieso hätten die Spieler ja kein Trai­ning ver­passt. Mitt­ler­weile befindet sich das Team in Europa. In Kopen­hagen bereitet sich Mexiko auf sein letztes Test­spiel am Samstag gegen Däne­mark vor.

In Süd­ame­rika kur­sierte die Nach­richt ges­tern über alle Medi­en­ka­näle. Bereits in der Ver­gan­gen­heit waren mexi­ka­ni­sche Natio­nal­spieler unan­ge­nehm auf­ge­fallen. 2010 und 2011 waren ähn­liche Vor­fälle bekannt geworden, betei­ligte Spieler wurden vor­über­ge­hend aus der Natio­nal­mann­schaft ver­bannt.