Vor jedem Spieltag stellen wir euch einen Bun­des­li­ga­spieler vor, der nicht unbe­dingt im Ram­pen­licht steht und trotzdem eine ent­schei­dende Rolle für seine Mann­schaft spielt. Ob wir damit tat­säch­lich Recht behalten, seht ihr am Samstag ab 15 Uhr in unserer großen Bun­des­liga-Kon­fe­renz auf www​.kon​fe​renz​.11freunde​.de.

Hat man einen Nagel mal zu lang gewählt, so dass die Spitze an der Unter­seite des Werk­stücks her­aus­schaut, kann man daraus eine beson­ders halt­bare Ver­bin­dung schaffen. Man legt dabei eine schmale Drei­kant­feile an die über­ste­hende Nagel­spitze und häm­mert dann den Nagel um das Eisen. Nachdem man die Feile her­aus­ge­holt hat, wird der gefal­tete Nagel im Brett ver­senkt. Soweit klar.

Ob Peter Stöger ein Hob­by­heim­werker ist, lässt sich nicht zwei­fels­frei belegen. Ein feines Händ­chen, um Pro­bleme zu besei­tigen und dabei sichere Ver­bin­dungen zu schaffen, hat er trotzdem.

Job machen statt jam­mern

Mit einem Kreuz­band­riss fällt Marcel Risse seit Dezember und bis zum Sai­son­ende aus. Jener Risse, der seine viel­leicht beste Saison spielte und spä­tes­tens seit dem Frei­stoß zum 2:1 gegen Borussia Mön­chen­glad­bach Hel­den­status genießt. Doch Trainer Stöger jam­merte nicht: Wir können uns jetzt jeden Abend treffen und uns in den Schlaf weinen. Oder wir machen unseren Job. Und der ist, dass wir es ver­su­chen, sport­lich auf­zu­fangen.“

Und Stöger expe­ri­men­tierte. Zuerst mit dem jungen Marcel Harter, der Risse eins-zu-eins ersetzen sollte. Das funk­tio­nierte über­haupt nicht. Also ent­schied sich Stöger für Pawel Olkowski.

26 Minuten bis zur Startelf

Sinn­bild­lich ist Olkowski der zu lange Nagel für den Heim­werker Stöger. Bis zu seinem ersten Star­tel­f­ein­satz am 10. Dezember gegen Borussia Dort­mund hatte Olkowski 26 Bun­des­liga-Minuten in dieser Saison auf dem Konto. Nach einer ordent­li­chen Hin­runde im ver­gan­genen Jahr verkam der pol­ni­sche Natio­nal­spieler mehr und mehr zum – Ach­tung! – Not­nagel.