Momentan dürfen wir zwar wieder auf dem Platz stehen und trai­nieren, doch ob wir bald auch wieder Punkte ein­sa­cken oder liegen gelassen und Tabel­len­plätze hoch- und run­ter­rut­schen dürfen, steht zur­zeit in den Sternen. Der erhoffte Liga­start steht vie­ler­orts noch immer auf der Kippe, jeden Tag könnten Ent­schei­dungen der Ver­bände rück­gängig gemacht werden. Des­halb stellen wir uns alle die eine Frage, die wir sonst an den Schiri gerichtet hätten: Wie lange noch?“.

Wie lange noch, bis die gute Heike vor dem Spiel mit dem Wert­sa­chen­beutel in der Kabine rum­gehen und unsere Trink­fla­schen mit Magne­si­um­pulver dopen kann? Bis Gunni – Platz­wart, Ehrenfan und Grill­meister zugleich – den Schirijob wieder über­nehmen muss, weil der ange­setzte Offi­zi­elle nicht erschienen ist. Bis wir wieder ent­scheiden dürfen, ob wir mit oder gegen die Sonne spielen. Bis wieder am Sech­zehner Schluss ist. Bis sich die einen Wech­sel­spieler hin­term Toraus warm­ma­chen dürfen, wäh­rend die anderen noch drei Achten im Turm haben. Bis wir unsere Krämpfe, die natür­lich trotz Magne­si­um­wasser kommen, mit Eis­spray behan­deln und gezerrte Ober­schenkel, lose Schien­bein­schoner und löch­rige Schuhe mit gelie­henem Tape not­dürftig fixieren können. Bis wir wieder auf dem Fuß­ball­platz gegen Gleich­ge­sinnte antreten dürfen, nur um mit unserer letzten Puste nach 50 Minuten Spiel­zeit ein Schiri, wie lange noch?“ raus­zu­pressen.

Wir sind unsere eigenen Fans

In dieser Saison mussten Krisen bewäl­tigt, Maß­nahmen ergriffen und Fuß­bal­l­en­thu­si­asten ent­täuscht werden. Und diesmal wissen wir alle, woran’s jelegen hat: Im März brach Schieds­richter Corona unser liebstes Spiel vor­zeitig ab. Der Unpar­tei­ische zeigte einer ganzen Fuß­ball­na­tion die Rote Karte und noch ist nicht klar, wann die Spiel­sperre end­gültig auf­ge­hoben werden kann.

Aber wisst ihr, was uns vom Pro­fi­fuß­ball unter­scheidet? Wir sind es immerhin gewohnt, ohne Fan­ku­lisse zu spielen. Wir sind unsere eigenen Fans. Auf dem Platz, am Spiel­feld­rand, im Ver­eins­heim. Ihr macht den Fuß­ball aus, lebt ihn, liebt ihn. Ihr seid 25.000 Ver­eine, 160.000 Mann­schaften, 6,5 Mil­lionen Spieler. Und das soll zele­briert werden! Denn Fei­er­tage brau­chen keine Pause.

Alles, was ihr wissen müsst

Wir arbeiten unter Hoch­druck daran, auch den dies­jäh­rigen Tag der Ama­teure ver­an­stalten zu können. Egal, ob alles online oder vor Ort statt­finden wird – wir machen vorab Ran­dale und rühren ordent­lich die Wer­be­trommel, damit ihr die Auf­merk­sam­keit bekommt, die der Ama­teur­fuß­ball ver­dient.

Was ihr tun müsst? Ein­steigen! Macht Lärm für den Sport, der begeis­tert, mit­reißt und vor allem fehlt. Dabei bleibt es kom­plett euch über­lassen, wie ihr dem Ama­teur­fuß­ball eine Stimme ver­leihen möchtet.

Aber auch ohne spe­zi­elle Aktion könnt ihr teil­nehmen! Haupt­sache ist, der Ama­teur­fuß­ball kommt am 11. Oktober 2020 dahin, wo er hin­ge­hört: Auf die große Bühne.

Die Anmel­dung ist frei­ge­schaltet, also macht mit, meldet euren Verein auf tagd​er​a​ma​teure​.de an und werdet Teil einer großen Fuß­ball­be­we­gung.