Fans in Salzburg protestieren gegen Red-Bull-Mauscheleien

#Unsympathisch

Da wäre es wohl vielen in Salzburg eine (un)heimliche Freude gewesen, wenn ausgerechnet der RB-Flagship-Store Leipzig für die Europa League gesperrt worden wäre. Hätte die UEFA ihr Regulativ im Wortlaut umgesetzt, hätte genau das passieren müssen: Dann wäre der in der nationalen Meisterschaft schlechter platzierte Verein aus dem internationalen Wettbewerb geflogen. Leipzig schloss die vergangene Bundesliga-Saison nämlich nur als Sechster ab. Salzburg hingegen wurde – wie eigentlich jedes Jahr – österreichischer Meister.

Kurz vor Ende der unheimlichen Begegnung, welche die Österreicher mit 1:0 gewannen, stänkerten Salzburger Fans übrigens abermals – diesmal direkt in Richtung RB Leipzig und Sportboss Ralf Rangnick, der offiziell natürlich nur noch bei den Sachsen das Sagen hat. Auf einem Transparent proklamierten sie: »Die Nachrichten von morgen schon heute: Nach Europa-League-Aus – Rangnick wirft seinen Trainer raus«. Was wohl nicht passieren wird.

#Unsympathisch

Zumal Rangnick in der anschließenden Pressekonferenz angesichts des drohenden Leipziger Europapokal-Abgangs eine gewisse Gleichgültigkeit durchblicken ließ: »Wenn es dann so weit ist, geht für uns nicht die Welt unter. Unser Ziel ist es, nächstes Jahr wieder in der Champions League mitspielen zu können. Sollten wir tatsächlich in der Rückrunde nicht mehr dabei sein (in der Europa League; d. Red.), dann verringert das sicherlich nicht unsere Chancen, den bestmöglichen Tabellenplatz am Ende in der Bundesliga zu belegen.«

Rangnicks Haltung wirft also einmal mehr Fragen auf – auch nach der Integrität des Wettbewerbs und nach einer möglichen Red-Bull-internen Stallregie, denn für Salzburg ist der Europa-League-Titel sehr wohl ein lohnenswertes Ziel. Wobei: Auch Leipzigs Timo Werner will offenbar mit aller Macht in die K.o.-Phase. Als Salzburg-Torwart Alexander Walke kurz vor dem Abpfiff einen Schuss des Nationalspielers aus dem Giebel kratzte, zeigte Werner dem Retter kurzerhand den Stinkefinger. Den Stunk innerhalb des Red-Bull-Stalls konnte der Leipziger mit dieser Geste natürlich nicht befrieden. Ein Salzburger Fan versah Werner im Netz schlicht mit: #Unsympathisch.