Neues Poli­zei­ge­setz in Bayern
In den Fan­kurven Bay­erns wird schon seit meh­reren Wochen gegen den Ent­wurf für ein neues Poli­zei­ge­setz pro­tes­tiert. Der Ent­wurf soll noch in diesem Sommer durch­ge­setzt werden, darauf drängt die CSU. Diese hat aktuell noch die abso­lute Mehr­heit im baye­ri­schen Landtag, im Herbst wird neu gewählt. Nein zum Poli­zei­auf­ga­ben­ge­setz“ stand des­halb bei den ver­gan­genen Heim­spielen vor der Süd­kurve in der Mün­chener Arena.

Mit dem neuen Gesetz könnte die Polizei prä­ven­tive Ermitt­lungen durch­führen, auch wenn keine kon­kreten Hin­weise auf eine Straftat vor­liegen. Eine dro­hende Gefahr“ für kri­mi­nelle Taten würde rei­chen. Nicht nur die Fuß­ball­fans in Bayern sehen darin eine Bedro­hung, deutsch­land­weit haben sich zahl­reiche Fan­kurven posi­tio­niert. Heute Bayern, morgen Deutsch­land – Poli­zei­auf­ga­ben­ge­setz stoppen!“ hieß auf den Spruch­bän­dern, unter anderem von Mön­chen­glad­bach, Stutt­gart, Frei­burg, Hertha BSC, Duis­burg oder Braun­schweig.

Es geht um ein gemein­sames Zei­chen

Die Grup­pie­rungen, die seit Beginn der Saison unter dem Namen Fan­szenen Deutsch­lands“ immer wieder gemein­same Aktionen durch­führen, haben dazu auch eine Stel­lung­nahme ver­öf­fent­licht. Sie befürchten, das Gesetz könne eine Signal­wir­kung auf andere Bun­des­länder haben. Sie fürchten auch, als Fuß­ball­fans selbst davon betroffen zu sein, weil in ihnen eine dro­hende Gefahr“ gesehen werden könnte. Das könnte dann Auf­ent­halts­ver­bote für poten­zi­elle Gefährder bedeuten, aber auch ange­zapfte Tele­kom­mu­ni­ka­tion (womit in der Ver­gan­gen­heit sogar schon Fan­pro­jekte zu kämpfen hatten) oder oder das Abfangen von Post­sen­dungen.

Auch wenn sie als Fuß­ball­fans außer­halb Bay­erns nur indi­rekt Ein­fluss auf deren Politik nehmen könnten, gehe es darum, ein gemein­sames Zei­chen zu setzen. Das Thema sei von zu großer Bedeu­tung und Signal­wir­kung, um es nur regional aus­zu­fechten“.

Pro­teste in Osna­brück
Die Osna­brü­cker Ultra­gruppe Violet Crew“ erneuert ihre Kritik an der aktu­ellen Geschäfts­füh­rung des VfL Osna­brück. Die Ziele, die 2013 bei der Aus­glie­de­rung der Fuß­ball­ab­tei­lung in eine Kapi­tal­ge­sell­schaft for­mu­liert wurden, seien ver­fehlt worden. Der Ver­trag mit dem aktu­ellen Geschäfts­führer, Jürgen Weh­lend, der Ende des Jahres aus­läuft, solle des­halb nicht ver­län­gert werden.

Um ihrer For­de­rung Nach­druck zu ver­leihen, wollen sie beim letzten Heim­spiel ein Zei­chen setzen. In der 78. Spiel­mi­nute wollen sie das Sta­dion ver­lassen und sym­bo­lisch auf der Geschäfts­stelle ihre Dauer- und Tages­karten zurück­geben.