Seite 2: „Nürnberg ist meine Heimat!“

Jetzt ist Pinola zurück in der Natio­nal­mann­schaft. Über­ra­schend ist seine Nach­no­mi­ni­ne­rung trotzdem. Schließ­lich steht mit Edu­ardo Bauza ein neuer Coach an der Sei­ten­linie. Jemand, der jedoch bewusst auf Kräfte aus der hei­mi­schen Liga setzt. Bauza will für Spiele gegen Außen­seiter keine mit­tel­mä­ßigen Spieler über den Atlantik fliegen lassen.

Dabei nutzt Pinola die Flug­ver­bin­dung nur allzu gern selbst – um zurück nach Nürn­berg zu fliegen. Nürn­berg ist meine Heimat! Ich kann mir des­wegen auch vor­stellen, nach meiner Kar­riere wieder ganz hier zu leben“, erklärte der DFB-Pokal­sieger von 2007 bei einer Stipp­vi­site, als der Block offi­ziell nach ihm benannt wurde. Echte Ehre für zehn Jahre beim Club.

Mascherano fällt aus

2008 – nach dem ersten Abstieg – hatten ihn die Unter­schriften am Ver­eins­ge­lände erreicht, notiert auf 4.439 Blatt Papier, ver­packt in sechs Papp­kar­tons. Pinola! Pinola!“, skan­dierten die Fans um ihn herum. Ihn hat es über­zeugt. Der Gerech­tig­keits­fa­na­tiker blieb und wurde zur Ver­ein­si­kone.

Eine Ein­satz­chance für Argen­ti­nien hat Pinola in der Nacht auf Mitt­woch defi­nitiv. Abwehr­chef Javier Mascherano fällt nach einem 1:0 gegen Chile gelb­ge­sperrt aus. Im boli­via­ni­schen El Paz tritt Argen­ti­nien auf 3637 Metern Höhe an. Alle sieben Punkte holte Boli­vien im eigenen Land. Ver­tei­diger, die nicht erst über den Atlantik fliegen müssen und not­falls in Käl­ber­blut baden würden, können da nicht schaden.