Fol­gendes Sze­nario: Sie haben im letzten Spiel Gleich­stand auf dem Tor­konto. Der Schiri pfeift kurz vor Schluss Elf­meter. Wer schnappt sich den Ball?

Silvio: (lacht) Ich jeden­falls nicht. Wenn mein Bruder schießen wollte, würde ich ihm ver­trauen.

Raf­fael: Ich würde schießen, wenn es für die Mann­schaft noch um was geht. Also nicht wegen dem Tor. Aber ich glaube, dass ich ein sicherer Elf­me­ter­schütze bin.

Sie lie­fern sich ein erbit­tertes Duell um die Tor­jä­ger­ka­none. Standen sie schon immer im Wett­be­werb zuein­ander?

Silvio: Wir haben uns natür­lich schon früher im Garten heiße Duelle gelie­fert. Auch in der ver­gan­genen Saison war es knapp: Ich schoss 20 Tore, Raf­fael 19.

Raf­fael: Silvio ist vier Jahre älter als ich. Im Garten war er des­halb kör­per­lich immer etwas über­legen, da musste ich kreativ werden.

Was macht ihr Verein eigent­lich, wenn Sie beide am Spieltag ver­hin­dert sind? Wer schießt dann die Tore?

Silvio: Es ist, Gott sei Dank, noch nie pas­siert, dass wir beide krank waren. Vor kurzem war mein Bruder aller­dings gesperrt. Aber das Spiel haben wir trotzdem mit 6:0 gewonnen.

Und wie viele Tore haben Sie davon geschossen?

Silvio: Vier.

Was kann Ihr Bruder besser als Sie?

Silvio: Raf­fael ist tech­nisch auf jeden Fall eine Klasse besser. Seine Pässe und Weit­schüsse sind auch besser. Ich bin eben ein Instinkt­stürmer.

Raf­fael: Mein Bruder ist schneller. Er ist auch mental stärker. Wenn wir mal zwei Spiele ver­lieren, lässt er sich nicht aus der Ruhe bringen und schießt dann wieder das ent­schei­dende Tor.