Seite 2: Gierige Piranha & Alpha Mentoring

David Alaba
Sein Wechsel zu Real Madrid ist offenbar fix. Unbe­ein­druckt lie­ferte Alaba eine Leis­tung gegen Lever­kusen ab, sodass sie ihn in Mün­chen schmerz­lich ver­missen werden. Was der Öster­rei­cher nicht wusste, ist, wie gna­denlos sein geld­gie­riger Piranha-Berater Pini Zahavi zuvor mit Flo­ren­tino Perez um sein künf­tiges Gehalt gefeilscht hatte.

Perez: Was schwebt Ihnen vor, Herr Zahavi?
Zahavi: Sagen wir 20 Mil­lionen plus Tip?
Perez: Ich schlage 18 vor. So freund­lich waren die hier auch gar nicht. Außerdem war der Dom Peri­gnon aro­ma­tisch noch nicht aus­ge­reift und der Beluga Kaviar hat mir zu prä­sent auf der Zunge geperlt.
Zahavi: Sie haben Recht. Sagen wir 19 und nächste Mal geht das Mit­tag­essen auf mich.
Perez: Abge­macht! Dann lass uns mal über Alabas Gehalt schnacken.

Bo Svensson
Der Mainzer Trainer scheint das Alpha-Men­to­ring-Pro­gramm von Kol­legah durch­ge­macht zu haben, so wie er es geschafft hat seine Mann­schaft zu moti­vieren. Mainz 05 hat nun end­gültig die Trans­for­ma­tion vom Lauch zum Boss geschafft. Immer und immer wieder hat Svensson seinen Jungs ein­ge­bläut, dass jeder von ihnen ein Alpha sein kann. Vor dem Spiel laufen die Zuhäl­ter­tapes in Dau­er­schleife und ohne 44er-Bizeps muss sich eigent­lich keiner mehr bli­cken lassen. Und Werder? Diese Fri­do­lins mit 22er-Bizeps ste­cken so tief im Abstiegs­kampf, dass nicht mal Jürgen Höller noch was deich­seln könnte.

Adam Szalai
Schalai, Schilai, Scholoi, Schalli, Schale, Schalke: Die Bun­des­liga braucht diese Männer, deren Namen für Kom­men­ta­toren schier unlös­bare Arti­ku­la­ti­ons­pro­bleme dar­stellen. Dabei wähnten sich sämt­liche Fuß­ball­kom­men­ta­toren bereits in Sicher­heit, als Adam Szalai letztes Jahr sus­pen­diert worden war und den Verein eigent­lich ver­lassen sollte. Mit Trainer Bo Svensson kam aber auch Szalai zurück. Inzwi­schen ist er unver­zichtbar, trifft sogar wieder und sorgt für aus­ge­buchte Logo­pädie-Ter­mine, wie sie es seit Gra­fite (bzw. Gra­fitsch, Gra­fit­sche, Graffit, Graf Ite, Grfsch) nicht mehr gegeben hat.

Andrej Kra­maric
Ein abso­lutes Phä­nomen, wie Hof­fen­heim es geschafft hat, dass Andrej Kra­maric noch immer dort spielt. Was erzählen sie ihm da Jahr für Jahr, dass er ein­fach nicht den Sprung zu einem grö­ßeren Klub macht? Ist es die Teil­zeit­stelle bei SAP, von der Kra­maric schon immer geträumt hat? Ein Impf­an­gebot, sobald Hopp 2041 seinen Stoff auf dem Markt hat? Oder sind es seine ver­gol­deten Äpfel? Viel­leicht ist es aber auch mehr als das. Viel­leicht ist Andrej Kra­maric der letzte rich­tige Fuß­ballfan. 

Lukasz Piszczek
Auf einmal spielt der 35-Jäh­rige wieder. Längst hat Lukasz Piszczek die Ich bin zu alt für den Scheiß“-Attitüde eines Roger Mur­taugh ange­legt – um dann doch wieder und wieder ein Jahr dran­zu­hängen. Diese Saison soll nun wirk­lich seine letzte sein, der Ver­trag läuft aus und wirk­lich viel spricht nicht dafür, weiter zu machen. Wäre da nicht dieser Gedanke, dass das Alter eben auch nur eine Zahl ist. Viel­leicht merkt er wäh­rend seines unbe­zahlten Prak­ti­kums in der Som­mer­pause schließ­lich, dass er sich zu Hause ange­kommen noch immer viel zu sehr mit seinen Eltern streitet, nach wie vor einen Kick­flip steht, über Ame­rican Pie abroflt und diese Baggy Pants echt noch übel fetzen“. Und Piszczek plötz­lich im Stimm­bruch: Scheiß drauf, ich bleibe! Lass mal Cool Up rüber­wachsen, Dicka.“

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