Seite 2: Ein Mix aus internationaler Klasse und Talent

Ohnehin scheint Ita­lien eine beson­dere Anzie­hungs­kraft auf talen­tierte pol­ni­sche Angreifer aus­zu­üben. So wech­selte mit Dawid Kow­nacki im Juli 2017 ein wei­terer junger Stürmer aus Polen zu Sam­pdoria Genua in die Serie A. Über den Status eines Ergän­zungs­spie­lers kam Kow­nacki dort jedoch nicht hinaus, sodass er sich in der Win­ter­pause zu For­tuna Düs­sel­dorf aus­leihen ließ.

Auch Schalke 04 soll übri­gens am Kapitän der pol­ni­schen U21 inter­es­siert gewesen sein. Doch die Königs­blauen kamen mit ihren Bemü­hungen offenbar zu spät: Als sie bei Kow­nacki vor­stellig wurden, war der sich bereits mit der For­tuna einig. Ein Trep­pen­witz, dass Kow­nacki beim jüngsten Schalker 0:4‑Debakel seine bis­lang ein­zigen beiden Tore für Düs­sel­dorf erzielte.

Schon Anfang Februar tadelte Tomasz Hajto seinen Ex-Klub für dieses aber­ma­lige Ver­säumnis: Schalke hat eine große Chance vertan. Sie hätten sich viel früher um Dawid bemühen müssen“, sagte Hajto den Zei­tungen der Funke-Medi­en­gruppe. Er gehört zwei­fels­ohne zu den größten Sturm­ta­lenten in Europa.“

Und dann ist da ja immer noch Robert Lewan­dowski

Eines der größten Sturm­ta­lente Europas, dazu mit Piatek und Milik zwei Stürmer von inter­na­tio­nalem Format: Allein diese Per­so­nal­lage im Angriff dürfte Trainer anderer Natio­nal­mann­schaften vor Neid erblassen lassen. Und dann ist da ja immer noch Robert Lewan­dowski: Welt­klas­se­stürmer, Super­star, Kapitän und Rekord­tor­schütze der pol­ni­schen Natio­nal­mann­schaft.

Das Län­der­spiel­jahr 2018 war für Polen den­noch eines zum Ver­gessen. In einer Gruppe mit Japan, Kolum­bien und dem Senegal als Favorit aufs Ach­tel­fi­nale in die WM gestartet, stand bereits nach zwei Nie­der­lagen in den ersten beiden Spielen das Aus­scheiden fest. Auch die Nations-League-Gruppe mit Por­tugal und Ita­lien erwies sich als zu stark für die Polen. Mit nur zwei Punkten stieg die Mann­schaft von Jerzy Brze­czek in die Liga B ab.

Die Hoff­nungs­träger

Aller­dings: Pis­to­lero Piatek gab sein Natio­nal­mann­schafts­debüt erst im ver­gan­genen Sep­tember. Und der talen­tierte, aktuell jedoch ver­letzte Kow­nacki kam vor­nehm­lich in der U21 zum Ein­satz. Neben den arri­vierten Mit­tel­stür­mern Lewan­dowski und Milik sind es auch diese beiden viel­ver­spre­chenden Stürmer, die den Polen Hoff­nungen auf eine erfolg­reiche Qua­li­fi­ka­tion für die EM 2020 machen.

Und falls dem­nächst einmal wieder Tomasz Hajto auf dem Schalker Ver­eins­ge­lände vor­bei­schauen sollte: Die neue sport­liche Füh­rung wäre wohl gut beraten, sich ganz genau anzu­hören, was der pol­ni­sche Experte so zu sagen hat.