Dem Ivorer droht nun eine lange Sperre, Chelsea mit dem Rekon­va­les­zenten Michael Bal­lack nach dem sen­sa­tio­nellen Aus eine unru­hige Zukunft. »Drogba stürzt Chelsea ins Chaos«, titelte die Times.



An der Nie­der­lage war der Angreifer jedoch nicht schuld. John Obi Mikel ver­schoss den letzten Straf­stoß und machte so »eine der größten Über­ra­schungen in der 101-jäh­rigen Geschichte dieses Wettbewerbs´«(Daily Mail) per­fekt: Burnley, Fünfter in der Cham­pi­onship, bezwang Chelsea 5:4 im Elf­me­ter­schießen. Nach 120 Minuten und den Toren von Drogba (27.) sowie Ade Akin­biyi (69.) hattes es 1:1 gestanden.

Sco­lari streut Asche auf sein Haupt


Vor allem Drogbas Ent­glei­sung stand danach im Blick­punkt. »Als ich mein Tor fei­erte, wurde ich mit Gegen­ständen beworfen. Es war ein großer Fehler, dass ich etwas zurück­ge­worfen habe. Dafür möchte ich mich ent­schul­digen. Ich bereue es, es war ein Fehler«, gestand er später ein. Drogba wird vom eng­li­schen Ver­band FA wohl gesperrt. Nach einem ähn­li­chen Vor­fall zog die FA 2002 Jamie Car­ragher vom FC Liver­pool für drei Spiele aus dem Ver­kehr. Ver­eins­in­tern kommt Drogba dagegen vor­aus­sicht­lich unge­schoren davon. »Wenn ich sauer bin, dann nur auf mich selbst«, sagte Team­ma­nager Luiz Felipe Sco­lari, »wenn meine Spieler Fehler machen, heißt das, dass ich sie nicht gut unter­richte.«

Für Chelsea war es die fünfte Pleite im Elf­me­ter­schießen in Folge, zuletzt war das Team im Mai im Finale der Cham­pions League so an Man­chester United geschei­tert. Zuletzt gelang 1998 im Liga­pokal gegen Ips­wich Town ein Erfolg in der finalen Lot­terie.

»Wir sind aus­ge­schieden, dass ist für uns nicht normal. Wir wollten jeden Wett­be­werb gewinnen. Nun müssen wir erstmal ver­su­chen zu ver­stehen, was hier über­haupt pas­siert ist«, sagte der sicht­lich geschockte Sco­lari über die Nie­der­lage gegen zehn Burnley-Spieler.

Nach der Gelb-Roten Karte gegen ihren Kapitän Steven Cald­well (116. ) kämpften sich die Gäste in Unter­zahl ins Vier­tel­fi­nale. Dort steht auch Cup-Ver­tei­diger Tot­tenham Hot­spur, das den FC Liver­pool 4:2 (3:0) aus­schal­tete. Für die Spurs trafen je zweimal der Russe Roman Pawl­jut­schenko (38./52.) und Fra­zier Camp­bell (42. /45.). Für die Reds waren Damien Plessis (49.) und Sami Hyypiä (63. ) erfolg­reich. Auch die Black­burn Rovers stehen in der Runde der letzten Acht. Ex-Bayern-Star Roque Santa Cruz (65.) erzielte beim 2: 1 (0:0)-Sieg beim FC Sun­der­land das wich­tige 1:0. Zuvor waren bereits der FC Arsenal, Man­chester United, Stoke City sowie die Zweit­li­gisten Derby County und FC Wat­ford ins Vier­tel­fi­nale ein­ge­zogen.