Atli Gre­gersen, der Sieg im Hin­spiel gegen Grie­chen­land war der größte Erfolg in der Geschichte des färoi­schen Fuß­balls. Nun haben Sie die Grie­chen erneut geschlagen. Wie viele Denk­mäler sind dem Team denn mitt­ler­weile gebaut worden?
Keines, soweit ich weiß. Aber die Men­schen hier feiern immer noch. Der Sieg in Grie­chen­land war schon unglaub­lich. Der 2:1‑Heimsieg am Wochen­ende war noch besser. Das ist das Größte.

Feiern Sie denn auch noch?
Nicht mehr wegen des Sieges. Aber ich habe heute Geburtstag, daher schon. Die Party nach dem Spiel ging für mich bis neun Uhr früh. Einige Mit­spieler zogen anschlie­ßend noch weiter. Erst ges­tern habe ich mit einem Team­kol­legen tele­fo­niert, der fei­erte noch immer. Er hat aller­dings auch gerade Urlaub. Wir sind ja Ama­teure.

Stimmt es, dass es zur Feier des Tages Gratis-Fisch gab?
Ja. Das war zunächst eine Wer­be­ak­tion eines Spon­sors, der zur Neu­eröff­nung des Sta­dions gratis Lachs und Sushi ver­teilte. Bei den Fei­er­lich­keiten am Tag nach dem Sieg machte der Sponsor mit der Aktion ein­fach weiter.

Gewöhnen Sie sich so langsam ans Gewinnen?
An die 5000 Leute, die auf den Tri­bünen tanzen und singen, könnte ich mich gewöhnen. Sport­lich gesehen sollten wir natür­lich schön auf dem Boden bleiben. Und bei den kom­menden Aus­lo­sungen immer darauf hoffen, dass uns Grie­chen­land zuge­lost wird. (lacht)

Warum klappt es aus­ge­rechnet gegen Grie­chen­land so gut?
Das weiß ich nicht. Ich war mir sicher, dass sich die Grie­chen für die Nie­der­lage im Herbst revan­chieren wollten und rech­nete mit einem sehr schweren Spiel. Aber dann kam es anders. Wir haben einige gute junge Spieler im Team, zwei davon machten auch die Tore. Beson­ders das zweite war wun­der­schön. Eine schnelle Kom­bi­na­tion nach vorne, mit einem sen­sa­tio­nellen Abschluss von Brandur Olsen.