Zine­dine Zidane
Natür­lich er. Wenn Zizou nicht Fuß­baller geworden wäre, er hätte sich wahr­schein­lich als Eis­kunst­läufer der Stan­dart­tänzer einen Namen gemacht. Ele­ganter ist nie­mand über den Rasen geschwebt. Ele­ganter hätte auch nie­mand dem Rüpel Marco Mater­razzi eine dicke Nase ver­passen können. Lieber Gott, lass uns, bevor wir irgend­wann drauf­gehen, einmal Dop­pel­pass mit Zine­dine Zidane spielen…

Marius Trésor
Hünen­hafter Klei­der­schrank, Hor­ror­figur der euro­päi­schen Stür­mer­elite in den sieb­ziger und acht­ziger Jahren. Wo Marius Trésor, der Mann mit der im Nach­namen ein­ge­bauten Sicher­heit, hin­trat, wuchs nicht nur kein Gras mehr, son­dern auch kein Erd­reich, kein Erd­mantel, kein Erd­kern mehr. Und wer nicht mehr wissen sollte, wie lie­be­voll Marius Trésor ver­tei­digen konnte, dem sei die his­to­ri­sche Welt­aus­wahl von FIFA 11, 12 und 13 emp­fohlen.

Marcel Desailly
Wir waren bei schwarzen Mus­kel­bergen mit der Auto­rität einer Atom­waffe stehen geblieben, oder? Marcel Desailly, in Ghana geboren, in Frank­reich auf­ge­wachsen, begann seine Kar­riere exakt zu dem Zeit­punkt, als sein Double Trésor seine been­dete. Jam­mer­schade. Wie gerne hätte man Marcel und Marius gemeinsam ver­tei­digen sehen. Gegen die nächste Sturm­reihe, gegen den Welt­hunger, not­falls gegen Sauron und seinen ver­dammten Ring.

Eric Can­tona
Es hat wüste Kung-Fu-Tre­te­reien und Kopf­nüsse beim Mit­tag­essen in der 11FREUNDE-Redak­tion pro­vo­ziert, als die Frage aufkam, wer denn nun mehr Liebe ver­dient habe: Zidane oder doch King Eric Can­tona. Die Frage ist noch immer nicht ganz geklärt, und wird wohl nur durch einen ehr­li­chen Bare-knuckle-Kampf ent­schieden werden können. Viel spricht für Can­tona: Sein Genie, sein Wahn­sinn, sein Kragen, sein Stolz. Und jene Geschichte, die einst United-Kol­lege Ryan Giggs (leider kein Fran­zose) zum besten gab: Da hatte sich die Mann­schaft für Punkt 18 Uhr ver­ab­redet, nur Can­tona kam 15 Minuten zu spät (in einem Mini). Auf die Klage, doch beim nächsten Mal bitte pünkt­lich zu sein, ant­wor­tete der Fran­zose: Auf meiner Uhr ist es 18 Uhr.“ Ehr­furchts­voll stellte die kom­plette Mann­schaft ihre Uhren zurück.

Johan Micoud
Jo“ war in der Natio­nal­mann­schaft zwar nie eine große Nummer (siehe: Zine­dine Zidane), ver­zückte in seinen paar Jahren als Profi von Werder Bremen aller­dings nach­haltig die deut­sche Bun­des­liga. Viel­leicht hatte er nie die Voll­kom­men­heit von Kol­lege Zizou, aber er war ers­tens nah dran und besitzt zwei­tens heute ein Weingut namens Cha­teau La Con­ni­vence Pomerol“. Geht es noch fran­zö­si­scher?

Jean-Pierre Papin
Viel­leicht hätten ihn die Bayern ein­fach ein paar Jahre früher ver­pflichten sollen. Als JPP 1994 nach Mün­chen wech­selte, war sein Stern näm­lich schon langsam am ver­glühen. Für Olym­pique Mar­seille hatte Papin zwi­schen 1986 und 1992 sagen­hafte 134 Tore in 215 Spielen erzielt, 18 Buden (in 40 Spielen) gelangen ihm noch für den AC Milan, dann schlugen die Bayern zu. Magere drei Treffer in 27 Spielen waren wirk­lich zu wenig für eine der effi­zi­en­testen Tor­ma­schinen der fran­zö­si­schen Fuß­ball­ge­schichte.

Nicolas Anelka
Der hier? Und ob! Freunde, hier geht es um Liebe, nicht um Ver­nunft. Und wenn jemand an der Gefühl­sorgel von uns Fuß­ball-Jün­gern spielen konnte, dann Nicolas Anelka, der nach kurzem China-Auf­ent­halt nun für Juventus Turin spielt. Ein Hoch­be­gabter, ohne Zweifel. Aber mit dem pene­tranten Drang, sich selbst und seinen Fähig­keiten im Weg zu stehen. Wie ein Star­koch, der das leckerste Essen der Welt zau­bert und dann im letzten Moment aus wel­chem Grund auch immer alles ver­salzt. So ein Ver­halten hat nur eines ver­dient: tiefe Zunei­gung.

Thierry Henry
Dieser Mann ist viel­leicht der spek­ta­ku­lärste Wie­der­ho­lungs­täter der Fuß­ball­ge­schichte: Langer Pass auf den linken Flügel, Antritt Henry, Sprint Henry, Henry täuscht links an, zieht dann nach rechts und schiebt den Ball mit der Innen­seite Rich­tung langer Pfosten. Tor. So und so immer wieder haben wir es bei Thierry Henry (dem natür­lich auch noch ganz andere magi­sche Momente gelangen) min­des­tens 100 Mal gesehen und wenn es nach uns geht, können wir es auch noch wei­tere 100 Mal sehen, wir würden nicht müde werden, auf die Knie zu sinken und dem lieben Fuß­ball­gott für diesen Fuß­baller zu danken.

Chris­tian Kar­embeu
Okay, wenn wir ehr­lich sind, geht es uns nicht um Chris­tian Kar­embeu. Son­dern um Adriana, seine rei­zende Gattin! Frau Kar­embeu, gebo­rene Sklen­aří­ková, war nicht nur Miss Won­derbra“, son­dern auch noch das Top­model mit den längsten Beinen“ (Guin­ness-Buch der Rekorde). Sorry, liebe Sylvie van der Vaarts dieser Welt, gegen Adriana werdet ihr nie eine Chance haben. Nie­mals! PS: Seit März 2011 sind Herr und Frau Kar­embeu getrennt. Das nur so am Rande.