Melanie Alper­staedt, Sie sind Pres­se­spre­cherin des DDR-Museums in Berlin. Ver­missen Sie etwas?
Nicht das ich wüsste. Bitte, um was geht es?

Der ARD-Experte Mehmet Scholl trug ges­tern in der Halb­zeit­pause des Pokal­spiels zwi­schen Bayern Mün­chen und dem VfL Wolfs­burg eine Jacke, die ver­dächtig nach Erich Hon­ecker aussah. Hat sich Scholl an Ihrem Bestand bedient?
Das hoffe ich nicht! Ich schaue mal kurz, was die Kol­legen dazu sagen…nein, wir sind noch voll­ständig.

Hm. Können Sie sich erklären, wo Mehmet Scholl dann diese Jacke her hat?
Da bin ich über­fragt. Ich habe das Spiel auch leider nicht gesehen, aber wenn sie schon so schwere modi­sche Geschütze wie Erich Hon­ecker auf­fahren, muss das ja kein schöner Anblick gewesen sein. Dabei hat der Mehmet Scholl doch sonst immer so einen guten Jacken-Geschmack.

Finden Sie?
Mir gefällt es jeden­falls.

Wäre ein Fuß­ball-Narr wie Scholl im DDR-Museum denn eigent­lich gut unter­halten?
Ich denke schon. Wenn er gar nicht ohne Fuß­ball kann, haben wir einen Tisch­ki­cker, mit dem man das WM-Spiel 1974 zwi­schen der DDR und der Bun­des­re­pu­blik nach­spielen kann und einen Ori­ginal-WM-Ball mit Unter­schriften zum Bestaunen.

Wie sieht es mit Jacken aus?
Haben wir auch. Aber die sind gut gesi­chert, da hätte Herr Scholl keine Chance.