Max Meyer zum 1. FC Köln? Das ist doch kein Umfeld für einen Welt­klas­se­spieler?
Na und ob, denkt mal an Maniche. Das hat zwar sport­lich nicht funk­tio­niert, aber wie der Maniche über­ge­wichtig aus seinem Lambo stieg, der Presse den Mit­tel­finger zeigte, auf der Geschäfts­stelle die Mit­ar­beiter wahr­schein­lich ähn­lich hoch­näsig behan­delte wie dann später seine Kol­legen in der Kabine, die ja ohnehin weit unter seiner Wun­der­spie­ler­würde waren, obwohl er selbst auf dem Platz seine Zeit eher damit ver­brachte, den Schiri wegen irgend­wel­cher Halb-Fehl­ent­schei­dungen anzu­maulen oder die Mit­spieler mit ehr­ab­schnei­denden por­tu­gie­si­schen Schimpf­ti­raden zu über­ziehen, nach Fehl­pässen, die er selbst ins Nichts eines bedeu­tungs­losen Bun­des­li­ga­mit­tel­feld­spiels gespielt hatte, mit dem Außen­rist selbst­ver­ständ­lich, also wenn er den Ball denn über­haupt mal hatte und nicht nach einem Trab durchs Mit­tel­feld schwer atmend im Mit­tel­kreis stand, die eine Hand in der mol­ligen Hüfte, mit der anderen das Haar hinter die Ohren strei­chend oder das Gold­kett­chen rich­tend, in Gedanken schon im Lambo zurück in die Hotel­suite, biss­chen Cham­pa­gner kommen lassen, wäh­rend sein Team das auch in dieser Höhe ver­diente 0:4 kas­sierte, war doch ins­ge­samt eine ziem­liche Sen­sa­tion. In diesem Sinne: gerne wieder.

Was geht eigent­lich beim VfB Stutt­gart?
Ein klas­si­scher Macht­kampf, wie es ihn alle paar Monaten irgendwo im Land bei einem belie­bigen Tra­di­ti­ons­verein gibt. Wir haben für diese Fälle eine Vor­lage erstellt, damit wir nicht jedes Mal aufs Neue beant­worten müssen, worum es geht. Ent­spre­chendes ein­fach ankreuzen:

Relativ neuer [Trainer / Manager / Vor­stand / Prä­si­dent / Mäzen] schießt über­ra­schend via [Wut­rede / Face­book / Bild-Zei­tung / Tage­buch] gegen den alt­ein­ge­ses­senen [Trainer / Manager / Vor­stand / Prä­si­dent / Mäzen] und wirft diesem [Ego­ismus / Ahnungs­lo­sig­keit / ver­fehlte Trans­fer­po­litik / Ver­un­treuung] vor. Das Ver­hältnis sei, Zitat, [zer­rüttet / ange­spannt / irrepa­rabel beschä­digt], ein/​e [weiter so / Aus­glie­de­rung / Miss­trau­ens­votum / wei­tere Amts­zeit] [dürfe es nicht geben / sei unum­gäng­lich]. Die Gegen­seite ant­wortet per [Pres­se­kon­fe­renz / Face­book-Rant / Inter­view aus dem Mil­li­ar­därs­s­wim­ming­pool / Faust­schlag auf der Bühne bei der Mit­glie­der­ver­samm­lung]. Es müsse/​n jetzt [sich jeder hin­ter­fragen / alle an einem Strang ziehen / per­so­nelle Kon­se­quenzen geben / ein Insol­venz­ver­fahren ein­ge­leitet werden], sonst [sei man hand­lungs­un­fähig / gefährde man die sport­li­chen Ziele / sterbe eine ganze Region]. Die Fans reagieren [besonnen / mit einer Bus­blo­ckade / mit einer Peti­tion / mit Aus­schrei­tungen auf der Mit­glie­der­ver­samm­lung], wäh­rend die Mann­schaft durch die ganzen Tur­bu­lenzen [unten rein­rutscht]. Am Ende spricht der [Vor­stand / Prä­si­dent / Mäzen] ein Macht­wort, der [Trainer / Manager / Vor­stand / Prä­si­dent / Mäzen] muss seinen Hut nehmen. Wenig später [tritt er via Presse nach / sehen sich die Par­teien vor Gericht / wird er Sky-Experte / heuert er beim nächsten Tra­di­ti­ons­klub an]. Alles beginnt von vorn.

Habe gelesen, dass Schalke durch einen Ver­kauf seines Esport Fran­chise-Platzes in der LEC des MOBA-Spiels LoL auf einen Schlag 25 Mil­lionen Euro ein­nehmen könnte?
Pfff, ein­fach irgend­welche Worte erfinden und anein­an­der­reihen können wir auch. KoK-Partie. SuBo. Inter­na­tional Super­star Bleb. E‑Dome. Elec­tro­vi­deo­ga­m­ei­fi­ca­ti­on­ra­ting­s­nummer 1. So. Und jetzt lasst uns bitte wieder über Fuß­ball reden.

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Zwei Tore in zwei Jahren: Warum lässt Schalke den Matondo gehen, wenn er doch augen­schein­lich so gut zum Klub passt?
Gute Frage, viel­leicht sucht man bei Schalke nach Spie­lern, die noch besser zum Klub passen als Matondo. Spieler aus der Alt­her­ren­mann­schaft von Tas­mania Berlin viel­leicht oder Spieler aus anderen Sport­arten. Oder auch Spieler, die nach dem 0:1 den Ball in die Hand nehmen und drohen, das sei ihr Ball, sie hätten den mit­ge­bracht und wenn es nicht neue Teams gebe, die ein biss­chen fairer sind, schließ­lich spielen nicht alle im Verein, würden sie nach Hause gehen und den Ball mit­nehmen und dann können die anderen ja gucken wo sie bleiben, so! Wir wissen es nicht, wir wissen nur: Die Wege des Schnei­ders sind uner­gründ­lich.

Hä, der Szo­boszlai ist ver­letzt? Aber warum sollte man denn einen ver­letzten Spieler ver­pflichten, für sowas gibt es doch den Medi­zin­check?
Stimmt, ja.

Alle beschweren sich, dass der Bayern-Kader so dünn ist. Warum holen die nicht ein­fach zwei, drei Neue?
Wäre jetzt 2017, würden wir diese Frage mit einem soliden Sali­ha­midzic-You­tube-Gag beant­worten. Aller­dings ist 2021 und die Bayern sind der Kon­kur­renz mitt­ler­weile so galak­tisch weit ent­eilt, dass der Verein auf dem Markt gar keine Spieler mehr findet, die eine Ver­stär­kung dar­stellen würden. Wes­wegen der Klub (viel­leicht) neue Wege geht und in Thomas Mül­lers Pfer­de­s­per­ma­labor Fuß­ball­spieler-Deck­hengst-Super­hy­briden züchtet, kickende Zen­tauren mit Pfer­de­lunge, vier Beinen und einem Huf wie Hugo Almeida, um die Liga end­gültig zu Schund zu reiten. So ein Pro­zess dauert natür­lich länger als eine han­dels­üb­liche Spie­ler­ver­pflich­tung, so weit unsere Theorie, die ins­ge­samt aber bis­lang nicht mehr ist als das unbe­stä­tigte Hirn­ge­spinst eines ein­zelnen 11freunde.de-Autors, der viel­leicht mor­gens nicht schon von den edlen Tropfen naschen sollte. Wir bleiben aber auf jeden Fall dran. 

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