Es ist nun wirk­lich nicht so, dass der Fuß­ball­freund in Köln sich in den ver­gan­genen Monaten an berau­schendem Fuß­ball über­fressen hätte. Der erste Verein am Platze, der FC, belegt in der Bun­des­liga den letzten Tabel­len­platz. Und trotzdem schafft es der Welt­meister nicht, mit seinem Gast­spiel in Köln die Massen zu mobi­li­sieren. 

Knapp 35 000 Karten sind für das finale Län­der­spiel des Jahres gegen Frank­reich an diesem Dienstag ver­kauft. Tau­sende Plätze werden leer bleiben, was in der Arena höchst selten vor­kommt. Wenn ich in Köln wohnen würde, würde ich es mir auf jeden Fall anschauen“, sagt Mat­thias Ginter, der Innen­ver­tei­diger der Natio­nal­mann­schaft. Und auch Bun­des­trainer Joa­chim Löw hat am Tag vor der Begeg­nung noch ein paar wer­bende Worte gespro­chen: Man kann davon aus­gehen: Es wird ein inter­es­santes Spiel.“

Die Mann­schaft ist sehr gespickt mit Super­ta­lenten“

Hun­dert­pro­zentig sicher sein kann man sich bei Test­spielen natür­lich nie. Aber unstrittig ist, dass es sich bei Deutsch­land gegen Frank­reich um ein Top­spiel han­delt. Der Welt­meister gegen den EM-Fina­listen, der Welt­rang­lis­ten­erste gegen den Siebten. Wobei Rang sieben die tat­säch­liche Stärke der Fran­zosen wohl nur bedingt wider­spie­gelt. Die Mann­schaft ist sehr stark, gespickt mit vielen Super­ta­lenten“, sagt Julian Draxler, der in Paris unter Ver­trag steht. Sie werden auch bei der WM eine große Rolle spielen.“

Im Juli vor einem Jahr sind sich Deut­sche und Fran­zosen zuletzt auf dem Fuß­ball­platz begegnet. Es war das Halb­fi­nale der Euro­pa­meis­ter­schaft in Mar­seille – und endete mit einem 2:0 der Gast­geber. Es ist nicht unbe­dingt eine Revanche. Man kann es nicht mehr zurück­holen“, sagt Bun­des­trainer Löw. Aber das Wie­der­sehen in Köln ist eine echte Her­aus­for­de­rung für seine Mann­schaft. Letzt­lich sind das Spiele, in denen wir uns selbst testen müssen“, sagt Mit­tel­feld­spieler Ilkay Gün­dogan. Frank­reich hat auch eine enorme Qua­lität. Dieses Spiel wird uns wieder auf­weisen, woran wir arbeiten müssen.“