Wer im natio­nalen Pokal gegen einen Erst­li­gisten spielt, ist bis in die Haar­spitzen moti­viert. Wenn der Tra­di­ti­ons­verein dann auch noch mit 3:2 nach Hause geschickt wird, darf gut und gerne von einer Sen­sa­tion gespro­chen werden. So auch im Fall des unter­klas­sigen Klubs Sport Paci­fico. Wäre da nicht Federico Allende, Ver­tei­diger der Mann­schaft, und dessen uner­laubter Ein­satz einer Nadel gewesen.

Nadel­stiche zu setzen, das weiß jeder Außen­seiter, ist immer ein gern gese­henes Mittel, um völlig unter­legen doch noch für eine Über­ra­schung zu sorgen. Irgendwas muss Federico Allende trotzdem falsch ver­standen haben, als er kur­zer­hand zwei Metall­na­deln in seine Schien­bein­schoner steckte, auf dem Platz her­aus­zückte und seinen Gegen­spieler Juan Otero über 90 Minuten pie­sackte.

Wir mussten dre­ckig spielen“

Das Ver­gehen fiel, ver­mut­lich wegen der stän­digen Schmerzen, bereits wäh­rend des Spiels auf. Der Schieds­richter war jedoch machtlos. Er konnte kein Ver­gehen fest­stellen und erst recht keine kleine Nadel finden. Otero bezeich­nete nach Abpfiff seinen Gegen­spieler als bösen Mann“.

Aus­ge­reicht hätten diese Beschul­di­gungen ver­mut­lich nicht, hätte Allende nicht selbst im lokalen Radio mit der Tat geprahlt. Wir wussten, dass wir gegen sie dre­ckig spielen mussten und ich stach die Estu­di­antes-Stürmer mit einer Nadel“, sagte er, um mit Stolz in der Stimme anzu­fügen: Wir wussten, dass die höher­klas­sigen Stürmer keinen Kon­takt mögen. Otero muss mich hassen“.