Kevin Trapp
Die deut­sche Über­set­zung seines eng­lisch aus­ge­spro­chenen Namens war für die Lon­doner ges­tern Pro­gramm: Trapp wurde zur unüber­wind­baren Falle – und schnappte immer wieder zu. Auch auf den unzäh­ligen Sieger-Sel­fies machte er eine teuf­lisch gute Figur. Für uns steht fest: Wir würden frei­willig in Trapps Falle tappen.

Martin Hin­ter­egger
Rein sport­lich gesehen für ihn ein Abend wie eine Grape­fruit: bitter. Musste schon nach wenigen Minuten ver­letzt raus, unter­stützte dann kräftig von der Sei­ten­linie. Doch wie bei der Grape­fruit gilt auch bei dieser Auf­gabe: kann durchaus schmack­haft sein. Jetzt beginnt für die Ein­tracht das große Bangen, ob er im Finale dabei sein kann.

Evan Ndicka
Seine Leis­tung hat uns gezeigt: Ndicka muss Sil­ber­mond-Fan sein. In einem Song der Band heißt es näm­lich: Gib mir n kleines biss­chen Sicher­heit.“ Und das tat der Innen­ver­tei­diger, der nach dem Hin­ter­egger-Aus zum Abwehr­boss wurde. Und wie. Han­delte sich zwar relativ früh eine Gelbe Karte ein, da er aller­dings wusste, dass es sich mit leichtem Gepäck“ besser reist, blieb diese fol­genlos. Für die Fans dürfte seit ges­tern in Bezug auf Ndicka end­gültig fest­stehen: Du bist das Beste was mir je pas­siert ist.“

Tuta
Sein Spiel wie zahl­reiche Staaten nach der Deko­lo­nia­li­sie­rung: sou­verän. Gut in den Zwei­kämpfen, pushte seine Neben­leute und gewann viele Kopf­ball­du­elle.

Sebas­tian Rode
Ein­ziger Kri­tik­punkt: Er wurde schon wieder per­ma­nent von RTL-Mann Hage­mann Seppl“ genannt. Ansonsten mit feh­ler­losem Auf­tritt. Gut in der Defen­sive, viel Ruhe am Ball und stets um Ord­nung bemüht. Des­halb würden wir uns vom Seppl“ spä­tes­tens seit ges­tern beden­kenlos durch jede Berg­land­schaft führen lassen und uns viel­leicht sogar im Jodeln ver­su­chen.

Dji­bril Sow
Sie fragen, ob es ges­tern noch einen bes­seren Mit­tel­feld­spieler als Rode gab? Sow ist es. Unglaub­lich, wie er vor der Abwehr staub­saugte, Jarrod Bowen und Co. immer wieder die Bälle klaute und die eigenen Angriffe ein­lei­tete.

Filip Kostic
Jeder HSV-Fan dürfte ges­tern mal wieder einen Knoten im Hirn bekommen haben: Das soll der gleiche Typ sein, der bei uns damals kein Scheu­nentor getroffen hat?! Wenn das der Fall ist, was ist dann noch alles mög­lich? Ruft mich morgen Mar­cell Jansen an und ver­pflichtet mich für die neue Saison? Ver­pflichten wir im Sommer end­lich mal einen Spieler, der bei uns nicht schlechter wird?? Und werden wir in dieser Saison viel­leicht sogar mal nicht Vierter???“ Kostic jeden­falls machte das, was Kostic immer macht: Laufen und kämpfen ohne Ende, Flanken schlagen und seine Seite kom­plett im Griff haben.

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