Trai­nings­anzug: Der Kon­zept-Trainer-Trai­nings­anzug mit Kapu­zen­jacke bildet die Grund­lage Ihrer (beruf­li­chen) Exis­tenz. Egal, ob im Sta­dion, auf Pres­se­kon­fe­renzen oder der Hoch­zeit Ihrer Tochter: Nicht ohne meinen Trai­nings­anzug“, lautet ab sofort Ihr Motto. Und Ach­tung: Tragen Sie bloß keine klas­si­schen Anzüge oder Kra­watten. Das machen nur noch Felix Magath und Robin Dutt – und mit denen wollen sie auf keinen Fall in eine Schub­lade gesteckt werden.

Initia­lien: Die mög­lichst großen Kon­zept-Trainer-Initia­lien sollten ebenso wenig auf dem Trai­nings­anzug fehlen, wie auf Ihren sons­tigen Besitz­tü­mern (KFZ-Kenn­zei­chen, Unter­hosen, Ehe­frau, etc.). Schreiben Sie auch nie­mals Ihren vollen Namen unter eine SMS oder e‑Mail, son­dern nur Ihre Initia­lien. So wie alle Wich­tig­tuer. Machen Sie so Ihre Anfangs­buch­staben zu einer eigenen Marke. Das stei­gert Ihre Bedeut­sam­keit.

Mütze: Gerade im Winter ein wich­tiges Utensil. Die eng anlie­gende schnör­kel­lose und unbe­dingt bom­mel­freie Kon­zept-Trainer-Mütze ver­leiht Ihnen ein ver­we­genes Aus­sehen. Irgendwo zwi­schen Fisch­trawler-Kapitän im Nord­pa­zifik und Klein­stadt-Ganove.

Mehr-Tage-Bart: Beson­ders in Kom­bi­na­tion mit der Kon­zept-Trainer-Mütze lässt Sie der Kon­zept-Trainer-Mehr-Tage-Bart mas­kulin und boden­ständig aus­sehen. Man muss Ihnen schließ­lich nicht unbe­dingt ansehen, dass Sie Por­sche fahren. Ach­tung: Die Bart­haare nicht zu lang werden lassen! Oder wollen Sie etwa rum­laufen wie ein Berlin-Mitte-Hipster?

Sprache: Die Kon­zept-Trainer-Sprache ist volksnah und lässig. In der Spiel­ana­lyse kommen Sie meis­tens mit dem Drei­satz Jungs“, brutal schweres Spiel“, über­ra­gend geil“ (bzw. Scheiß­dreck“) durch. Seien Sie um einen flotten Spruch nie ver­legen. Ver­su­chen Sie auf keinen Fall, Repor­tern und Zuschauern Ihre Taktik zu erklären. Denn genauso gut können Sie pro­bieren, ein ein­ge­seiftes Schwein am Schwanz fest­zu­halten.

Emo­tionen: Sie sind jung, erfolg­reich und voller Lei­den­schaft. Das darf man ruhig sehen. Wenn es für Ihr Team auf dem Spiel­feld nicht so läuft, ver­ziehen Sie Ihr Gesicht zu einer furcht­erre­genden Fratze. Teilen Sie Wut, Ver­zweif­lung und Spei­chel mit dem Schieds­richter-Assis­tenten. Und jubeln Sie im Erfolgs­fall auch mal pro­vo­zie­rend vor der Bank Ihres Trai­ner­kol­legen. Vor­bild­funk­tion? Das über­lassen Sie mal schön dem Heynckes.

Diesen Text ver­danken wir der zärt­li­chen Zusam­men­ar­beit mit Mutti, der Libero (www​.mutti​-der​-libero​.de) – Deutsch­lands belieb­testem Fach­ma­gazin für Sport­sa­tire, nackte Weiber und süße Kat­zen­fotos.