Holli, nach fünf Tagen durch­feiern errei­chen wir dich end­lich. Wie wur­dest du nach dem gran­diosen Tri­umph in deiner Hei­mat­stadt emp­fangen?
 
Es ist ein­fach der helle Wahn­sinn, bis heute bekomme ich noch Gra­tu­la­tionen von allen mög­li­chen Leuten. Vor allem mein Chef, den ich ges­tern zum ersten Mal wieder gesehen habe, war begeis­tert. Beein­dru­ckend, wie viele Leute meinen Tri­umph mit­ver­folgt haben. Nur die Mann­schaft hat ohne mich gefeiert, aber das wird nach­ge­holt.
 


Was haben deine Freunde dazu gesagt?
 
Nachdem sie anfangs etwas skep­tisch waren, waren auch sie begeis­tert von dem Rennen und meiner Leis­tung. Mein bester Mause-Freund hat mich sogar heim­lich begleitet und mir vor Ort die Daumen gedrückt.
 
Was bedeutet dein Sieg für die Region um Pader­born?
 
Was es für die Region bedeutet, will ich gar nicht in Worte fassen. Auf jeden Fall habe ich den Verein und vor allem mich selbst bekannter gemacht. In Berlin gab es doch tat­säch­lich Leute, die nicht wussten, wer ich bin und zu wem ich gehöre.
 
Im Inter­view vor dem Rennen hast du dich schon in der Favo­ri­ten­rolle gesehen, woll­test aber nichts auf dich wetten. Fal­sche Beschei­den­heit?
 
Nein, bei so etwas bin ich, typisch für eine Maus, immer sehr vor­sichtig. Ich wusste ja gar nicht, wie meine Gegner in Form sind und gegen wen ich alles antreten muss. Ich hatte schon Angst, dass doch noch irgendwo eine Katze auf­taucht. Am Ende hat die Beschei­den­heit gesiegt!
 
Bei den Wett­an­bie­tern wur­dest du nicht zu den Top­fa­vo­riten gezählt, und einige Kol­legen haben durch dich eine Menge Geld ver­loren. Macht dich das beson­ders stolz?
 
Na klar! Kaum einer kannte mich, und dann komme ich ins Sta­dion Wran­gel­ritze und gewinne. Besser hätte es nicht laufen können.
 
Pader­borns Fuß­baller haben am Montag gegen Osna­brück den Auf­stieg in die zweite Liga per­fekt gemacht, aber im Grunde genommen hast du den Grund­stein dafür gelegt, indem du sowohl Li als auch La deut­lich distan­ziert hast. Hast du ein paar trös­tende Worte für die beiden?
 
Die Zeit mit den beiden hat mir viel Spaß gebracht und ich denke, sie bekommen ihre Chance im nächsten Jahr wieder. Wenn sie sich so cool wie beim Rennen ver­halten und ihre Mann­schaft so toll unter­stützen, dann sehen wir uns nächstes Jahr nicht nur in Berlin, son­dern auch in der zweiten Liga wieder.
 
Kurz vor dem Ziel hat Her­thinho hin­ter­listig ver­sucht, dich zu Fall zu bringen und dir den Sieg doch noch zu nehmen. Sprecht ihr jetzt über­haupt noch mit­ein­ander?
 
Ich habe gewonnen, des­wegen kann mir das doch egal sein. Viel­leicht hätte ich in seiner Posi­tion auch so reagiert und ihm ein Bein gestellt.
 
Wer war für dich der här­teste Kon­kur­rent?
 

Rich­tige Kon­kur­renz habe ich gar nicht gespürt, ich war schließ­lich vom Start weg an der Spitze des Feldes. Nur Ritter Keule, der wollte mich an der Hüpf­burg stoppen, aber mit einer ele­ganten Täu­schung bin ich seiner Keule aus­ge­wi­chen.
 
Du musst aber auch zugeben, dass du kör­per­lich Vor­teile hat­test…
 
Wenn ich mir Li & La angucke, dann stimmt das schon.
 
Holli, du bist die erste Trä­gerin des edlen Wan­der­um­hangs, des Zep­ters und der 11FREUNDE-Sieger-Krone. Gibt es schon einen beson­deren Ort, wo du die Insi­gnien auf­be­wahren wirst?
 
Erstmal musste ich sie bei meinem Chef abgeben, aber sobald ich sie wieder habe, bekommen sie einen Ehren­platz in meinem Mau­se­loch. Und spä­tes­tens zum ersten Zweit­li­ga­spiel werde ich ganz stolz mit Umhang, Krone und Zepter auf­laufen. Ich kann es kaum erwarten.
 
Nächstes Jahr zum Pokal­fi­nale 2010 steht die große Titel­ver­tei­di­gung an. Dann wird dich keiner mehr unter­schätzen. Was wirst du tun, um auch im nächsten Jahr ganz oben zu stehen?
 

Ich werde wei­terhin meine elf Jungs auf dem Platz anfeuern, dadurch werde ich in Form bleiben. Und vor dem Wett­kampf werde ich natür­lich wieder hart trai­nieren, um am Ende wieder ganz oben zu stehen.