Zlatan Ibra­hi­movic, David Luiz, Edinson Cavani – seit die Kataris bei PSG fröh­lich das Scheck­heft zücken, sind die Fans des fran­zö­si­schen Haupt­stadt­klubs ver­wöhnt. Gestan­dene, hoch­de­ko­rierte Stars, die Paris auf den euro­päi­schen Thron schießen sollen: so in etwa könnte man das Beu­te­schema PSGs der ver­gan­genen Jahre auf den Punkt bringen. Nun haben die Fran­zosen mit Kevin Trapp von Ein­tracht Frank­furt aus­ge­rechnet für die Tor­hü­ter­po­si­tion einen Mann ohne Län­der­spiel- oder Cham­pions-League-Ein­satz ver­pflichtet. Und das, obwohl der ita­lie­ni­sche Natio­nal­tor­wart Sal­va­tore Sirigu bei den Fran­zosen im Tor steht.

Ent­spre­chend irri­tiert waren viele Fans, als vor wenigen Wochen erste Gerüchte um Trapp in den fran­zö­si­schen Medien zu lesen waren. In Frank­reich gab es nicht viele Leute, die Trapp kannten, bevor PSG Inter­esse an ihm zeigte„, sagt die Jour­na­listin Sophie Ser­bini vom fran­zö­si­schen Fuß­ball­ma­gazin So Foot“. Des­halb kamen die Gerüchte für viele Fans über­ra­schend. Einige hatten wahr­schein­lich eher einen großen Namen erwartet.“

Trapps Ankunft wird Chaos aus­lösen“

An diesem großen Namen arbeitet Trapp seit ein paar Jahren, in Frank­furt hat er ihn bereits und auch im Notiz­buch von Joa­chim Löw dürfte er stehen. Fuß­bal­le­risch sollte Trapp Sirigu in die Tasche ste­cken, in Eins-gegen-Eins-Situa­tionen gibt es ohnehin wenig andere Keeper, die derart stark sind. Im Fan­forum von PSG kur­sierte bald nach den Gerüchten ein Video von Trapps stärksten Szenen. Lapi­darer Kom­mentar dazu: Sirigu hätte davon sieben oder acht Stück kas­siert.“

Den­noch bleibt gerade Trapps Unbe­kannt­heit für viele Fran­zosen ein Anlass zur Skepsis. Frank­reichs Ex-Natio­nal­keeper Gré­gory Coupet ließ bereits kurz nach der Bekannt­gabe des Wech­sels wissen, dass er den Transfer für ein Risiko halte. Trapps Ankunft wird Chaos aus­lösen“, so der Ex-Inter­na­tio­nale via Le Monde“. Trapp sei nicht deut­lich besser als seine Kon­kur­renten, Ärger in der Kabine damit vor­pro­gram­miert.