Herr Miel­chen, Sie for­dern in einer Peti­tion auf der Web­site open​pe​ti​tion​.de die Abschaf­fung der Auf­stiegs­runde von der Regio­nal­liga zur dritten Liga. Was stört Sie daran?
Dass die Tabel­len­ersten nicht direkt auf­steigen und statt­dessen in die Auf­stiegs­runde müssen. Drei Plätze für fünf Regio­nal­liga-Meister und einen Zweiten aus dem Süd-Westen. Das ist eine abso­lute Unge­rech­tig­keit, die der DFB hier erzeugt hat. 

Seien Sie ehr­lich: Ihr Her­zens­verein hat in den letzten Jahren mal eine Regio­nal­liga gewonnen und in der Rele­ga­tion den Auf­stieg ver­passt, oder?
Tat­säch­lich nein. Ich komme aus der Nähe von Cottbus. Wir sind ja gerade erst in die Regio­nal­liga abge­stiegen und noch nicht mal Erster. Sollte es irgend­wann dazu kommen, wäre es natür­lich auch für meinen Lieb­lings­klub ein­fa­cher. Aber nachdem Pele Wol­litz die Regio­nal­liga-Ver­eine zur Revo­lu­tion auf­ge­rufen hatte, wollte ich ein­fach beweisen, dass auch die Fans mit dem momen­tanen Modus nicht zufrieden sind.


Also sind Sie genau wie Wol­litz ein Gerech­tig­keits­fa­na­tiker“?
Das könnte man so sagen. Ich ver­stehe ein­fach nicht, wieso weder Fans noch Ver­eine gegen diese unsport­liche Rege­lung vor­ge­gangen sind. Irgend­je­mand musste etwas unter­nehmen, um dem DFB die Pro­ble­matik vor Augen zu führen.

Wie lautet Ihr Gegen­ent­wurf zum aktu­ellen Modus?
Das ein­fachste wäre eine vier­glei­sige Regio­nal­liga, aus denen die jewei­ligen Meister auf­steigen. Dem­entspre­chend gäbe es in der dritten Liga vier Absteiger, was bei 20 Mann­schaften ver­tretbar wäre. Stockt man die Regio­nal­ligen eben­falls auf 20 Ver­eine auf, blieben immer noch 80 von den aktuell 91 übrig.

Bei einer sol­chen Umstruk­tu­rie­rung müssten trotzdem einige Ver­eine zwangs­ab­steigen.
Davor haben natür­lich gerade die weniger guten Regio­nal­liga-Klubs Angst. Außer man ist ganz ver­rückt und stockt die Regio­nal­ligen auf 22 Teams hoch. Trotzdem: Das System wäre durch­läs­siger nach oben und unten und davon würden im End­ef­fekt alle pro­fi­tieren.