Seite 2: „Diabolik war eine Marke“

Gut mög­lich, dass eine Unter­grund­or­ga­ni­sa­tion für die Ermor­dung ver­ant­wort­lich ist. Pis­ci­telli war zu einer Ver­ab­re­dung in den Park gekommen, der Mörder soll sich als Jogger getarnt haben und ihn mit einem Schuss hinter das linke Ohr getötet haben. Die ita­lie­ni­sche Polizei prüft momentan Pis­ci­tellis Tele­fo­nate, um her­aus­zu­finden, mit wem er sich im Park treffen wollte.

Vor dem Haupt­quar­tier der Irri­du­ci­bili“ werden der­weil Blumen abge­legt, berichtet der ita­lie­ni­sche Cor­riere della Sera“, Men­schen kommen her und gedenken des Toten. Offi­zi­elle Äuße­rungen sei­tens der Ultras gibt es noch nicht. Die trauern jetzt erstmal. Sie haben ja nicht nur ihren Anführer ver­loren, son­dern auch einen guten Freund“, sagt Tipp­mann. Am Abend nach Pis­ci­tellis Tod orga­ni­sierten die Lazio-Anhänger einen Fackel­marsch durch Rom.

Dia­bolik war eine Marke“

Aber nicht nur in der ita­lie­ni­schen Haupt­stadt trauern Ultras um den Ver­stor­benen, Pis­ci­telli wurde in Fan­kurven im ganzen Land respek­tiert. Die Bei­leids­kund­ge­bungen ziehen sich durch alle Fan­szenen, Spruch­banner gibt es an öffent­li­chen Orten und Brü­cken in ganz Ita­lien. In der Ultra­szene war er sicher­lich bekannt wie ein bunter Hund. Dia­bolik“ war eine Marke“, erklärt Tipp­mann.

Über der Bank im Parco degli Acque­dotti, auf der Fabrizio Pis­ci­telli ermordet wurde, hängt auch ein roter Schal. Darauf zu sehen: Das Logo des Stadt­ri­valen und Erz­feindes AS Rom.