21. März 2011
Bayer Lever­kusen gibt den Weg­gang von Trainer Jupp Heynckes nach Mün­chen bekannt und ver­kündet gleich­zeitig, dass Robin Dutt über­nimmt. Dutt unter­schreibt einen Ver­trag bis 2013.

August 2011
Der Auf­takt geht in die Hose, Bayer Lever­kusen fliegt trotz eines 3:0‑Vorsprungs beiDynamo Dresden noch aus dem DFB-Pokal. Für Auf­sehen sorgt Trainer Robin Dutt mit seinem kate­go­ri­schen Nein zu einem Duo aus Simon Rolfes und Michael Bal­lack. Nach dem Sieg gegen Bremen ver­wei­gert Dutt Aus­sagen zu diesem Thema. Beim 4:1‑Sieg über den FC Augs­burg spielen Rolfes und Bal­lack erst­mals gemeinsam. 

27. Sep­tember 2011
Nach Nie­der­lagen gegen den FC Bayern und der schmerz­haften Pleite gegen den 1. FC Köln spricht Dutt erst­mals öffent­lich über die großen Fuß­stapfen seines Vor­gän­gers Jupp Heynckes. Jupp hat die Mess­latte sowohl mensch­lich als auch sport­lich ver­dammt hoch gelegt. Ich glaube sogar, dass es ein­fa­cher ist, auf einen Trainer wie Louis van Gaal zu folgen als auf Jupp Heynckes“, erklärt der Trainer im Sport1-„Doppelpass“.

18. Oktober 2011
Dutt steht weiter in der Kritik, auf Face­book for­miert sich eine Gruppe mit dem Titel: Völler für Bayer – Dutt raus“. Die stän­digen Per­sonal- und Tak­tik­wechsel tragen zur Unzu­frie­den­heit rund um Dutt bei. Beim Sieg in der Cham­pions League über den FC Valencia jubeln die Spieler demons­trativ mit dem Trainer.

9. November 2011
Nachdem Simon Rolfes öffent­lich die Spiel­weise von Bayer Lever­kusen kri­ti­sierthat, zeigt Robin Dutt Ver­ständnis. Simon ist unser Kapitän und hat das Recht dazu“, sagt der Trainer. In vielen Medien wird wie­derum über einen Riss zwi­schen Trainer und Mann­schaft spe­ku­liert.

6. Dezember 2011
Die Freude über den Einzug ins Ach­tel­fi­nale der Cham­pions League wird getrübt, da Bayer Lever­kusen mit einer ent­täu­schenden Leis­tung in Genk und einem 1:1 die Tabel­len­füh­rung leicht­fertig ver­spielt. So trifft der deut­sche Vize­meister im Ach­tel­fi­nale auf keinen Gerin­geren als den FC Bar­ce­lona.

19. Dezember 2011
Nach der Nie­der­lage zum Jah­res­ab­schluss gegen Nürn­berg hört sich Rudi Völler im Inter­view mit dem Express“ wenig eupho­risch an. Robin muss wieder dahin­kommen, wo er am Anfang seiner Zeit bei uns war: Er muss wieder von seiner Arbeit über­zeugt sein. Er muss sein Ding durch­ziehennach dem Motto: Ich will hier was bewegen.“ Bewegen muss sich dar­aufhin Hanno Balitsch, er soll sich einen neuen Verein suchen.

7. Januar 2012
Im Inter­view mit Sport1 stärkt Geschäfts­führer Wolf­gang Holz­häuser dem Trainer den Rücken. Er ist sehr fleißig, sehr penibel. Ich bin sicher, dass wir zusammen Erfolge feiern werden.“ Das Prä­dikat fleißig“ fällt bekann­ter­maßen in die gleiche Kate­gorie wie der Satz: Er hat sich stets bemüht.“ 

Der aus­sor­tierte Hanno Balitsch erhebt der­weil Vor­würfe gegen die Ver­eins­füh­rung und den Trainer: Dutt ist auf­grund der schwa­chen Leis­tungen in die Kritik geraten und hat sich daher zum Reagieren gezwungen gesehen.“ Über seinen Abschied bei Bayer soll Balitsch ledig­lich per Mail in Kenntnis gesetzt worden sein.

22. Januar 2012
Trotz des Sieges gegen Mainz 05 kehrt bei Bayer Lever­kusen keine Ruhe ein. Dutt wird aus­ge­pfiffen, als er die Gali­ons­figur Michael Bal­lack aus­wech­selt. Sport­chef Rudi Völler will Dutt den Rücken stärken, bewirkt mit seiner Aus­sage aller­dings das Gegen­teil: Ich hätte Bal­lack schon zur Halb­zeit aus­ge­wech­selt.“

Bal­lack ver­wei­gert bei seiner Aus­wechs­lung Dutt den Hand­schlag, wenig später wird er wie­derum zum Bank­drü­cker. Bereits im August war es zu Unstim­mig­keiten zwi­schen Dutt und Bal­lack gekommen. Wer für einen Cham­pions-League-Klub wie Bayer Lever­kusen spielt, für den ist es eine Ehre, auf der Bank sitzen zu dürfen“, hatte Dutt im Hin­blick auf den ehe­ma­ligen Natio­nal­spieler damals gesagt und seine Aus­sagen wenig später als unge­schickt ein­ge­ordnet.

18. Februar 2012
Bayer Lever­kusen feiert mit einem 4:1‑Heimsieg den 300. Heim­erfolg in der Ver­eins­ge­schichte des Klubs. Für die Fans kein Grund, in Euphorie zu schwelgen. Wäh­rend der Partie rufen sie nach dem ver­letzten Michael Bal­lack und singen: Ohne Trainer wär’n wir auf Platz zwei.“ Dutt zeigt sich unbe­ein­druckt: Ich halte als Trainer gern den Kopf hin, wenn meine Mann­schaft so auf­tritt.“

3. März 2012
Der 2:0‑Sieg der Lever­ku­sener über Bayern Mün­chen wirkt wie ein Befrei­ungs­schlag, Dutt jubelt mit aus­ge­streckten Armen. Nach der Partie sagt er: Viel­leicht hat es den Sieg gebraucht, um das zu erkennen, was ich schon seit Wochen pre­dige.“ 

7. März 2012

Der FC Bar­ce­lona demü­tigt die Lever­ku­sener mit einem 7:1‑Sieg im Rück­spiel des Cham­pions-Leauge-Ach­tel­fi­nales. Die Spieler ver­gehen sich nach dem Spiel in demü­tigen Prei­sungen des Geg­ners. Wir sind uns doch alle einig, dass Bar­ce­lona in einer eigenen Liga spielt“, sagt etwa Simon Rolfes. Ähn­lich ehr­fürchtig ver­dingten sich die Bayer-Spieler auch auf dem Rasen. 

31. März 2012
Robin Dutt gibt sich nach der Nie­der­lage gegen seinen Ex-Verein SC Frei­burg überaus selbst­kri­tisch. Ich werde mich des­halb mal wieder hin­ter­fragen müssen, was da schief läuft.“ 

1. April 2012
Robin Dutt wird bei Bayer Lever­kusen ent­lassen. Wir mussten ein­fach han­deln und ein Zei­chen setzen, um das Sai­son­ziel inter­na­tio­naler Wett­be­werb weiter mit fri­schem Wind zu ver­folgen“, sagt Geschäfts­führer Wolf­gang Holz­häuser.