Max Kruse
Das Trikot spannt ein wenig um die Hüfte? Für die Natio­nal­mann­schaft längst ver­brannt? Abstiegs­kampf statt Cham­pions League? Alles wuppe, wenn man am Wochen­ende trotzdem zwei ganz wich­tige Hütten schießt, dazu den schönsten Vor­namen der Welt trägt und sich das volle Haar zum Zopf binden kann wie ein Mode­de­si­gner aus der Lom­bardei. Kurz gesagt: tuto bene für Max Kruse. Darauf einen Grappa aufs Haus.

Martin Hin­ter­egger
Dinge, die wir gerne tun würden, weil wir RB Leipzig nicht so richtig dufte finden:
– Mate­schitz Senior im Arm­drü­cken besiegen
- Mate­schitz Junior im Suff die Mei­nung geigen
- Als Prak­ti­kant auf der Geschäfts­stelle Ralle Rang­nick mit lus­tigen Strei­chen (Juck­pulver, Furz­kissen) nerven
– Selber gegen die Truppe spielen und nach öffent­li­cher Pri­vat­fehde als Abwehr­chef ein Kon­tertor zum Punkt­ge­winn schießen. So gesehen lebt Martin Hin­ter­egger unseren Traum. Zumin­dest ein biss­chen.

Niko Kovac
Wenn ich das nicht sehe, dann muss ich mich fragen, wieso sehe ich das nicht?“ Niko Kovac ist ein Mann klarer Worte. Und ein Meister der Ver­wir­rung. Daher die Frage: Wenn ich diese Art der Schiri-Schelte nicht ver­stehe, muss ich mich dann fragen, warum ich diese Art der Schiri-Schelte nicht ver­stehe? Oder kann ich ein­fach weiter mit dem Koch­löffel in der Nase bohren?

Franco Di Santo
Der Preis für die bescheu­ertste Schwalbe der Saison geht in diesem Jahr an Schalke-Stürmer Franco di Santo. Im Spiel gegen Glad­bach läuft der Mann in der Nach­spiel­zeit bei 2:4‑Rückstand alleine auf den Tor­wart zu, legt sich den Ball vorbei, hat das leere Tor vor sich und – knickt dann ein­fach weg wie eine halb-gekochte Nudel in der Faust. Chance auf ultra-heiße Schluss­mi­nuten vertan, Gelbe Karte, Arschle­cken. Danach ver­steht er die Welt nicht mehr, die Welt, zumin­dest der kreis­liga-erprobte Teil dieser, ver­steht ihn sowieso nicht und auch im nächsten Spiel wird an seiner statt ein Mann namens Guido spielen. Und wir dachten, unser Job ist komisch.

Mario Gomez
Mario Gomez und Andris Jon­kers scheinen ganz gut mit­ein­ander zu können. Im sechsten Spiel, dass der Spieler Gomez unter dem Trainer Jon­kers gemacht hat, traf Gomez am Samstag bereits zum zehnten Mal. Wir stellen uns das ein biss­chen so vor wie in der Grund­schule. Wo Gomez, dieser Streber, in der ersten Reihe sitzt und ganz beflissen seine auf jeden Fall rich­tigen Mathe-Ergeb­nisse dop­pelt und mit ange­legtem Geo­dreieck unter­streicht. Und ihm Jonker inner­lich lächelnd dafür ein Sehr gut Mario, weiter so“ plus Zwinker-Sonnen-Stempel schenkt. Ob Luiz Gus­tavo Gomez nach dem Trai­ning auf dem Park­platz auf­lauert und ver­d­rischt?