Senegal | Dakar | Stade Léo­pold Sédar Senghor 
Qua­li­fi­ka­tion zum Afrika-Cup 
27. März 2011 | 60 000 Zuschauer

Eine Stunde vor Spiel­be­ginn ließ Sene­gals Polizei schon keine Lands­leute mehr auf ihre Plätze: Das Sta­dion platzte aus allen Nähten. Wir hatten die Karten zwar auch auf dem Schwarz­markt gekauft, fanden aber, dass wir das Spiel sehen mussten. Im Gäs­te­block der Kame­runer emp­fing man uns freund­lich. Trotzdem war es begrü­ßens­wert, dass der Senegal in der 88. Minute seine ein­zige Tor­chance zum Sieg­treffer nutzte, durch einen tro­ckenen Schuss von Demba Ba (ehe­mals Sins­heim-Hof­fen­heim). Wir erlebten einen Drei­klang aus Wahn­sinn, Gän­se­haut und Ekstase. Zuvor war die Groß­wet­ter­lage im von Strom­aus­fällen gebeu­telten Senegal gereizt gewesen. Eine Nie­der­lage wäre gar nicht gut gekommen, hätte womög­lich klei­nere Unruhen aus­ge­löst. Doch nach dem knappen Sieg war Senegal sou­ve­räner Tabel­len­führer. Erstaun­lich wir­kungslos im Trikot Kame­runs war Inter-Stürmer Samuel Eto’o. Wir fanden: schwach. Das haben wir unseren kame­ru­ni­schen Gast­ge­bern, die uns so nett auf­ge­nommen hatten, jedoch nicht gesagt.