Es war ein weit­ge­hend beschis­sener April für den Ball­spiel­verein Borussia 09. Da war der alles über­schat­tende Anschlag auf den Mann­schaftsbus vor dem Cham­pions League-Spiel gegen den AS Monaco. Gefolgt vom Aus in der Königs­klasse nach Wie­der­ho­lungs- und Rück­spiel. 

Trost fand die Dort­munder Seele dann aber doch auch. Durch den sen­sa­tio­nellen Einzug in das Pokal­fi­nale. Durch die Ergrei­fung des (ver­meint­li­chen) Anschlag-Täters. Vor allem auch durch die über­ra­gende Art und Weise, mit der sich die Mann­schaft und ins­be­son­dere ihr Trainer Thomas Tuchel in dieser so schwie­rigen Zeit alles in allem prä­sen­tierte. (Ein Lob­lied auf die Reak­tion Tuchels lest ihr hier »>)

Alles wieder (fast) gut, bis Watzke das Wort ergriff

Und weil die Zeit bekannt­lich alle Wunden heilt und sie im Fuß­ball, mit seiner immer schneller wer­denden Abfolge anein­ander gereihter Spiele, beson­ders zügig voran schreitet, schien inzwi­schen, keine vier Wochen nach dem schreck­li­chen Anschlag, schon wieder so etwas wie Nor­ma­lität ein­ge­kehrt rund um das West­fa­len­sta­dion.

So freute sich die Mann­schaft, das Umfeld und eigent­lich die ganze Liga vor diesem Samstag ein­fach nur wieder auf Fuß­ball, auf die zum Finale um Platz drei“ hoch­ge­jazzte Partie zwi­schen dem BVB und der TSG 1899 Hof­fen­heim. Bis, ja bis Hans-Joa­chim Watzke das Wort ergriff.

Es bleibt nur Kopf­schüt­teln

Im Inter­view mit der Funke-Medi­en­gruppe lan­cierte er einen klaren Dis­sens“ zwi­schen sich und Thomas Tuchel, kri­ti­sierte die seiner Sicht nach schlechte, interne Kom­mu­ni­ka­tion des Dort­munder Trai­ners rund um die Neu­an­set­zung der sei­ner­zeit abge­sagten Partie gegen Monaco, um anschlie­ßend in Hin­sicht auf mög­liche Ver­trags­ge­spräche mit Tuchel zu ver­künden: Wie immer bei ana­ly­ti­schen Gesprä­chen geht es ganz all­ge­mein gespro­chen neben dem Sport­li­chen um Dinge wie Stra­tegie, Kom­mu­ni­ka­tion, Ver­trauen.“

Eigent­lich müsste man ja froh sein, dass Watzke für Gesprächs­stoff frei Haus sorgt. Davon lebt der Fuß­ball, lebt die Bericht­erstat­tung schließ­lich. Auf der anderen Seite kann man über den Inhalt, vor allem aber über den Zeit­punkt seiner Wort­mel­dung nur den Kopf schüt­teln. 

Ein zu großes Thema

Thomas Tuchel zeigte sich vor Spiel­be­ginn und am Sky-Mikrofon auch dem­entspre­chend über­rascht, um es vor­sichtig zu for­mu­lieren: Ich ver­biete mir, dar­über nach­zu­denken. Das ist ein zu großes Thema für einen Spieltag. Da erlaube ich mir als Trainer, nicht darauf ein­zu­gehen. Es stehen so wich­tige Spiele an, wir haben so große Ziele zu errei­chen. Wir brau­chen jetzt unseren Fokus für unsere Ziele auf dem Platz. Wir können uns nicht mehr ablenken lassen“, so Dort­munds Trainer.