Deutsch­land | Potsdam | Karl-Lieb­knecht Sta­dion 
Dritte Liga 
9. April 2011 | 2471 Zuschauer

Eine Gemein­sam­keit ver­band die Klubs, die sams­tags im Pots­damer Stadt­teil Babels­berg auf­ein­an­der­trafen: Der Babels­berger will mit Berlin genauso wenig zu tun haben wie der Offen­ba­cher mit Frank­furt. Sogar Minis­ter­prä­si­dent Mat­thias Plat­zeck drän­gelte sich wurst­kauend durch das dicht gefüllte VIP-Zelt. Darf ein Poli­tiker bei einem Fuß­ball­spiel eigent­lich über­haupt etwas anderes essen als eine volks­tü­melnde Brat­wurst oder wird er dann aus der Partei aus­ge­schlossen? Ob der Rück­run­den­ta­belle pro­gnos­ti­zierte der Sta­di­on­spre­cher ein Duell auf Augen­höhe“. Davon, dass die Offen­ba­cher einen Schritt in Rich­tung zweite Liga machen wollten, merkte man tat­säch­lich recht wenig. Zu ide­enlos agierte die Offen­sive um den Kana­dier Oliver Occean. Babels­berg kon­terte wie aus dem Lehr­buch und ging schon nach 15 Minuten in Füh­rung. Als die Film­städter Mitte der zweiten Halb­zeit nach­legten, gab es in ihrem schwarzen Block kein Halten mehr. Frisch bier­ge­duscht gab uns ein Herr der Genera­tion Ü 45“ beim Ver­lassen noch ein paar warme Worte mit: Ditt ein­zije Spiel, wo se jut spielen, kommta kiecken. Die ander’n scheiß Spiele dürfen wir dann sehen, oda wat?“ Fast so freund­lich wie das S‑Bahn-Per­sonal am Bahnhof Lich­ten­berg.