Seite 2: „Als könnte jeder eine Bundesligateam trainieren“

Was macht Felix Magath?
Geht seinen Lieb­lings­be­schäf­ti­gungen nach: Schach spielen und seinem Ex-Klub Ham­burger SV kluge Rat­schläge erteilen. Schön, wenn sich beides ver­binden lässt. Bei der Eröff­nung eines Schüler- Schach­tur­niers in Ham­burg hat sich Magath diese Woche en pas­sant zur Beför­de­rung vom HSV-Sport­di­rektor Peter Knäbel zum HSV-Trainer geäu­ßert: Als könnte jeder, der gerade mal Lust hat oder schon einmal Fuß­ball gespielt hat, eine Bun­des­liga-Mann­schaft trai­nieren.“ Genau! Wo kämen wir denn hin, wenn zum Bei­spiel jeder daher­ge­lau­fene Trainer plötz­lich auch noch als Manager eines Bun­des­li­gisten arbei­tete, als Geschäfts­führer und Her­aus­geber der Sta­di­on­zei­tung?

Wer steckt zu Unrecht im Abstiegs­kampf?
Der HSV wird völlig unter­schätzt. All die Häme – unan­ge­bracht. Die Ham­burger sind die wahre Groß­macht der Liga. Gegen alle deut­schen Euro­pa­po­kal­teil­nehmer dieser Saison haben sie im eigenen Sta­dion gepunktet. Das haben nicht mal die Bayern geschafft. Mit anderen Worten: Gäbe es einen bes­seren Zeit­punkt, als aus­ge­rechnet jetzt gegen den Euro­pa­cup­teil­nehmer Wolfs­burg zu spielen, die der­zeit stärkste Mann­schaft der Liga?

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Der Text ist im Ber­liner Tages­spiegel“ in der Bei­lage 11FREUNDE Frei­tags“ erschienen