1. Das ist neu
Was haben die Breisgau Boys“ in der ver­gan­genen Saison doch nur für einen sen­sa­tio­nellen Fuß­ball gespielt? Am letzten Spieltag war sogar noch der Qua­li­fi­ka­ti­ons­platz zur Cham­pions League drin, der schluss­end­lich an den FC Schalke 04 abge­geben werden musste. Den Frei­bur­gern dürfte das nur Recht sein, denn an die bevor­ste­henden Auf­gaben in der Europa League will man sich erst einmal gewöhnen. Hierfür haben die Chef­scouts Kle­mens Har­ten­bach und Jochen Saier ordent­lich in der Europa-Kiste her­um­ge­kramt und Namen an den Dreisam gelockt, die wie drei Wochen Karibik-Urlaub klingen. Zum Bei­spiel Francis Coquelin vom FC Arsenal. A‑R-S-E-N-A‑L! Die kannte Volker Finke ver­mut­lich nur vom Fern­seh­sessel.

2. Das fehlt
Die halbe Mann­schaft. Daniel Cali­guiri, Johannes Flum, Max Kruse, Ced­rick Makiadi, Jan Rosen­thal und so weiter. Der SC Frei­burg hat, den festen Ablö­se­summen sei gedankt, in diesem Jahr mehr Abgänge zu ver­zeichnen als ein durch­schnitt­li­cher Jugend­knast in Baden-Würt­tem­berg. Und ähn­lich wie in diesen Knast­mann­schaften, hätte der Trainer seine Stammelf gerne noch für ein oder zwei Jahre zusam­men­ge­halten, aber seine Spieler sind ein­fach gegangen. Nun muss Chris­tian Streich also ordent­lich umbauen (siehe oben), erklärt jedoch gleich­zeitig, man wolle nicht zu viel von den Spie­lern erwarten. Im Ange­sicht der letzt­jäh­rigen Eupho­rie­welle ein Mam­mut­pro­jekt.

3. Das fehlt nicht
Wann hatten Sie in dieser Saison Gele­gen­heit zur Muße, Chris­tian Streich? – Wenn ich nach Hause komme und meinem Sohn die Hände wasche, weil er sich die Spa­ghetti damit in den Mund gestopft hat.“ So lau­tete ein State­ment Streichs nach der ver­gan­genen Saison. Damit bleibt fest­zu­halten: Europa hin oder her, das ist noch lange kein Grund, um abzu­heben. In Frei­burg bleibt man boden­ständig, fährt gerne mit dem Fahrrad zum Trai­ning und lässt sich von der neuen Saison ein­fach mal über­ra­schen. Damit spielt der SCF zwar noch keinen erfolg­rei­chen Fuß­ball, bleibt aber grund­sym­pa­tisch.

4. Wenn diese Mann­schaft ein Promi wäre, dann dieser
Das Müller-Milch­reis­männ­chen. Mit Cow­boyhut (absolut abge­zockt) und aus­schließ­lich bunten Punkten bekleidet (man beachte die neuen Tri­kots), hat das Milch­reis­männ­chen immer Appetit auf mehr. Im Not­fall gibt es seinen Becher aber auch an Kon­kur­renten ab, die es mal nötiger haben (siehe 34. Spieltag 2012/13). Wenn es die Zeit zulässt, relaxt das Männ­chen ein­fach mit Konny Rei­mann am selbst­ge­bauten See. Nei­disch?

5. Das 11FREUNDE-Orakel
Wie viele Mann­schaften haben sich in den ver­gan­genen Jahren für das inter­na­tio­nale Geschäft qua­li­fi­ziert und sind im Sommer darauf (fast) abge­stiegen? Wir emp­fehlen daher: Grup­pen­phase mit­nehmen, aber zügig aus­scheiden. Dann klappt es in der Liga auch mit Tabel­len­platz Sieben.