Platz 56 – 55: Maik Franz

Beim Karls­ruher SC trug Maik Franz nicht nur den Spitz­namen Iron Maik“, son­dern auch die Tri­kot­nummer 33. Nicht gerade der Klas­siker unter den Innen­ver­tei­diger-Kenn­zahlen, und nicht einmal seine eigent­lich favo­ri­sierte Nummer. Wie kam es denn letzt­end­lich zur 33, Herr Franz? Drei mal drei ist sechs. Eigent­lich wollte ich die Nummer 6 haben, aber die war schon besetzt.“ Bei­nahe richtig kopf­ge­rechnet – aber eben nicht ganz. Die Frage, die aller­dings offen bleibt: War Iron Maik“ viel­leicht sogar Mit-Initiator der rumä­ni­schen Trikot-Aktion?

Platz 56:2 – 26: Dixie Dean und die ersten Tri­kot­num­mern

Am 29. April 1933 fei­erten die Tri­kot­num­mern ihre offi­zi­elle Pre­miere. Im FA-Cup-Finale liefen der Everton FC und Man­chester City zum ersten Mal mit num­me­rierten Jer­seys auf, die Tof­fees bekamen die Zahlen 1 – 11, die Citi­zens die 12 – 22. Dixie Dean, Stürmer bei Everton ging als erster Neuner in die Geschichte ein und war somit der Begründer einer langen Tra­di­tion an Stür­mern. Hätte Dean damals zur Zehn gegriffen, würden heut­zu­tage Ronaldo, Seeler oder Yeboah als große Zehner gelten.

Platz √(9): Andreas Herzog

Es gibt nicht viele Regeln, was Tri­kot­num­mern angeht, aber eins steht fest: Drei­stellig geht nicht. Oder doch? Aus­ge­rechnet für einen Öster­rei­cher machte die Fifa eine Aus­nahme und geneh­migte dem Stürmer in seinem 100. Län­der­spiel gegen Nor­wegen im November 2002 die Tri­kot­nummer 100. Herzog, der Alpen-Mara­dona“ war der erste Spieler, der eine drei­stel­lige Nummer tragen durfte. Den­noch eine der wenigen guten Ent­schei­dungen der Fifa, auf Dauer nicht zu jedem Jubi­läum eine Sonder-Nummer zu erlauben.

Platz 16:4: Jens Leh­mann

Die Nummer Eins trägt natür­lich die Nummer Eins – aber die Nummer Zwei nicht die Nummer Zwei. Unter zweiten Tor­hü­tern erfreut sich im Nor­mal­fall die Zwölf großer Nach­frage, um sozu­sagen der erste hinter den besten elf zu sein. Jens Leh­mann sah sich im Kampf gegen Oliver Kahn vor der WM 2006 aller­dings nicht als Nummer Zwei – und trug des­halb im Freund­schafts­spiel gegen Frank­reich 2005 auch nicht die zwölf, son­dern die neun. Dixie Dean dürfte sich in seinem Grab umge­dreht haben.

Platz (87 – 62):5: Harry Johnston

Eine wei­tere Geschichte zur Nummer neun. In den Anfangs­jahren waren die Tri­kot­zif­fern auch ein klarer tak­ti­scher Auf­trag. Der Fünfer spielte als Libero, der Sie­bener und der der Elfer sorgten über Außen für Gefahr und der Vierer und Fünfer räumten hinten ab. Mit dem legen­dären 6:3‑Sieg Ungarns über Eng­land im Jahr 1953 änderte sich das aller­dings. Ungarns Neuner, Nándor Hideg­kuti, spielte kei­nes­wegs als Stürmer, son­dern gestal­tete das Spiel – dafür rückte Puskas immer wieder ins Zen­trum. Der Leid­tra­gende war Eng­lands Mit­tel­läufer Harry Johnston, der ver­wirrt zwi­schen seinen Gegen­spie­lern hin- und her­lief.