Seite 3: Vor welchen Problemen die Vereine stehen

Bis dies im Sta­dion über­haupt Thema werden wird, kann es noch einige Zeit dauern. Die 5G-fähigen Tele­fone müssen erst einmal den Markt errei­chen. Die Sta­dien müssen mit 5G-Technik aus­ge­stattet werden. Das kann dauern. Die Liga rechnet mit zwei bis drei Jahren bis zur Mas­sen­fä­hig­keit. Neben Voda­fone ent­wi­ckelt auch der Bayern-Anteils­eigner Telekom aktuell das 5G-Netz. In Zukunft wird auch in Mün­chen getestet werden, die DFL will den Test 2020 auf einen wei­teren Standort, viel­leicht Düs­sel­dorf, aus­dehnen.

Heat­maps gen Bier

Sind in ein paar Jahren die Struk­turen geschaffen, wird es für die Liga und die Ver­eine darum gehen, einen maß­vollen Weg zwi­schen moderner Technik und Fuß­ball zu schaffen. Den digi­talen Men­schen der Zukunft für die 90 Minuten des Spiels ins ana­loge zu über­führen, wird die große Her­aus­for­de­rung der Zukunft sein. Nur so wird es gelingen, dem eigenen Anspruch der Liga – Foot­ball As It’s Meant To Be – weiter gerecht zu werden.

Auf dem Weg ins Sta­dion, vor dem Spiel, in der Pause und nach dem Spiel wird sich einiges ver­än­dern. Bei Hertha BSC kann man bereits Tickets über einen Chat-Bot kaufen, die Apps der Ver­eine könnten im Sta­dion zu Leit­sys­temen werden, auf Heat­maps zeigen, wo es schnell Bier gibt und welche Toi­lette gerade frei ist. Auf den Lein­wänden werden wir die Spiel­szenen aus Sicht der Spieler sehen können.

Was vom Fuß­ball bleibt

Der Fuß­ball aber wird analog bleiben. Bei allen Inno­va­tionen, bei allen anste­henden Ver­än­de­rungen: Das Sta­di­on­er­lebnis lebt von den 90 Minuten auf dem Platz und von der Geschichte, die die Ver­eine erzählen. Erzählen sie keine Geschichte, dann kommt nie­mand. Das wird auch die Digi­ta­li­sie­rung der Tri­büne nicht ver­än­dern.