1. Zahlen, bitte:
Erst im 18. Anlauf konnte die TSG gegen Bayern gewinnen. Am 27. Spieltag der Saison 2017/2018 ver­half ein gol­denes Tor von Andrej Kra­maric Hoffe“ zu einem 1:0‑Heimsieg. Heute wird Kra­maric aller­dings ver­let­zungs­be­dingt fehlen. Gleich im nächsten Auf­ein­an­der­treffen, am 4. Spieltag der Fol­ge­saison, gab es den zweiten Sieg: 2:0, wieder zu Hause. Das letzte Spiel hin­gegen endete mit einem ziem­lich ein­deu­tigen 5:2 für die Münchner. Ins­ge­samt trafen die Bayern 44 Mal in 20 Par­tien, Hof­fen­heim konnte nur 17 Tore erzielen. Die Bilanz: Zwei Siege Hof­fen­heim, fünf Unent­schieden, 13 Bayern-Siege.

2. Posi­ti­vismus:
Die Gesamt-Bilanz sieht viel­leicht übel aus für die TSG, ihr Trainer aber kann sich nicht beklagen. Julian Nagels­mann hat als ein­ziger aktu­eller Bun­des­liga-Coach eine posi­tive Sta­tistik. Zwei Siege, ein Unent­schieden, eine Nie­der­lage. Ist zwar erst 31 Jahre, sollte aber viel­leicht über ein Kar­rie­re­ende nach­denken. Man soll ja bekannt­lich gehen, wenn es am Schönsten ist. Und Nagels­mann wech­selt ja auch nach der Saison zu einem bekannten Brause­her­steller. Ein bemer­kens­werter Abstieg.

3. Mün­chen im Herbst:
2008 ging es hoch her in der Bun­des­liga. Ein Neu­ling mischte das Tableau ordent­lich auf, näm­lich der Neu­ling TSG 1899 Hof­fen­heim. Im Dezember reiste die Mann­schaft nach Mün­chen, um den Herbst­meister im direkten Duell zu ermit­teln. Dra­ma­tisch ging es hin und her, bis Luca Toni in buch­stäb­lich letzter Minute den Sieg für Bayern klar machte – und beide Klubs punkt­gleich in die Win­ter­pause schickte. Hof­fen­heim hatte aber das bes­sere Tor­ver­hältnis. Am Ende wurde die TSG den­noch nur Siebter.

4. Start­klar:
Im Vor­feld des Bun­des­liga-Eröff­nungs­spiels legt die TSG den deut­lich bes­seren Start hin. Das 6:1 am Betze in Kai­ser­lau­tern zeugte von einer starken Früh­form. Die Bayern taten sich beim Regio­nal­li­gisten Drochtersen/​Assel deut­lich schwerer, holten ein mühe­volles 1:0. Aber da war ja noch der Supercup mit dem 5:0 gegen die Ein­tracht aus Frank­furt. Aller­dings: Beim momen­tanen Zustand der Frank­furter war der Pokal­gegner doch die deut­lich grö­ßere Her­aus­for­de­rung.

5. Hat Bock:
Serge Gnabry wird wohl richtig los­legen wollen. Im dritten Bun­des­liga-Jahr spielt der 23-Jäh­rige beim dritten Verein. Jetzt end­lich beim rich­tigen (aus seiner Sicht). Nach der von Absprache-Gerüchten beglei­teten ersten Spiel­zeit in Bremen folgte nach dem Bayern-Wechsel die Leihe nach – aus­ge­rechnet – Hof­fen­heim. Jetzt darf Gnabry sich end­lich in Mün­chen beweisen und gleich mal gegen den Ex. Wobei: Auf seinem geliebten linken Flügel steht Franck Ribéry doch noch etwas weiter oben in der Hack­ord­nung. Und Gnabry ist ver­letzt. Naja, zum Rück­runden-Auf­takt dann.