Gonçalo Guedes, 20 Jahre 

Trotz seines jungen Alters, avan­cierte Gonçalo Guedes bereits zum Publi­kums­lieb­ling seines Hei­mat­ver­eins Ben­fica Lis­sabon. Das liegt vor allem an seinem rasanten Kar­rie­re­start. Im Alter von 18 Jahren und 275 Tagen wurde Guedes jüngster por­tu­gie­si­scher Tor­schütze der Cham­pions-League, als er den 2:1‑Siegtreffer für Ben­fica bei Atle­tico Madrid erzielte. Dadurch siegte Ben­fica erst­mals in Spa­nien seit 1983. 

Seit seinem zehnten Lebens­jahr trug der Youngster das Trikot des por­tu­gie­si­schen Rekord­meis­ters. Nach seinem Debüt im Pro­fi­team legte der junge Por­tu­giese eine groß­ar­tige Ent­wick­lung hin. Aus dem ego­is­ti­schen, ver­spielten Flü­gel­flitzer, der den Ball am liebsten über die Linie tragen würde, wurde ein effek­tiver Spieler mit Spiel­ver­ständnis und Über­sicht, der seine Kol­lege in Szene zu setzen weiß und auch defensiv mit­ar­beitet. 



Aus dem schmäch­tigen Guedes wurde ein phy­sisch starker und robuster Spieler, der sich oft­mals mit seinem Körper durch­setzen kann. Doch vor knapp zwei Monaten mussten Ben­ficas Fans Abschied von ihrem Lieb­lings­spieler nehmen, denn The next Ronaldo“, wie ihn die inter­na­tio­nale Presse gerne nennt, machte sich auf den Weg zum fran­zö­si­schen Top­klub Paris St. Ger­main.

Die Pariser ergat­terten sich damit einen schnellen, tech­nisch ver­sierten Spieler, der mit seinem Antritt und seinen Dribb­lings, viele Ver­tei­diger zur Weiß­glut treibt. Der 20-Jäh­rige kommt über die Flügel oder Hal­b­räume, um mit seinem rasanten Antritt schnell vors Tor zu gelangen. Dann sucht er aus spitzem Winkel den Abschluss oder ver­sucht einen frei­ge­lau­fenen Kol­legen anzu­spielen. Guedes ist sehr variabel im Zen­trum sowie auf beiden Flü­geln ein­setzbar. Dank seiner Beid­fü­ßig­keit ist Guedes ein extrem tor­ge­fähr­li­cher Spieler.

Gio­vani Lo Celso, 20 Jahre 

In den letzten Jahren war Gio­vani Lo Celso der mit Abstand beste Spieler seiner Alters­klasse in der argen­ti­ni­schen Pri­mera Divi­sion. Nicht grundlos waren viele euro­päi­sche Größen hinter dem Spiel­ma­cher her. Schließ­lich setzte sich Paris Saint-Ger­main mit einer Zehn-Mil­lionen-Euro-Offerte für den 20-Jäh­rigen durch und ver­lieh ihn direkt wieder zurück an den Hei­mat­klub in Rosario – jenem Ort an dem Lionel Messi das Licht der Welt erblickte. 

Der offen­sive Mit­tel­feld­mann ver­fügt über eine beein­dru­ckende Technik und Über­sicht. Seine aber wahr­schein­lich größte Stärke sind seine beacht­li­chen Loch­pässe, mit denen er seine Mit­spieler in Szene setzt. Mit seinem Spiel­ver­ständnis und seiner Über­sicht wurde er in Argen­ti­nien zum idealen Bin­de­glied zwi­schen Mit­tel­feld und Angriff. 



Er lei­tete viele Angriffe ein und ver­half seinen Kol­legen so zu Groß­chancen. Mit seiner Krea­ti­vität und seinen Genie­strei­chen, treibt Lo Celso die geg­ne­ri­sche Ver­tei­di­gung zur Ver­zweif­lung. Im Winter lief seine Leihe aus und nun muss er sich in Paris beweisen. Dort wurde mit Julian Draxler und Gon­calo Guedes jedoch zeit­gleich starke Kon­kur­renten für seine Posi­tion ver­pflichtet. 

In Paris findet man zudem ein etwas defen­si­veres Pen­dant zu Lo Celso: Marco Ver­ratti. Beide sind nicht vom Ball zu trennen, spielen geniale Pässe und ver­fügen über eine tolle Ball­füh­rung. Lo Celso hat das Poten­tial ein sen­sa­tio­neller Spieler zu werden, jedoch ist die Kon­kur­renz in Paris sehr groß, wes­halb er ernst­haft dar­über nach­denken sollte andern­orts die benö­tigte Spiel­praxis zu sam­meln.