Ivan Rakitic schlecht, Halil Alt­intop und Kevin Kuranyi auch, und einige andere nur so lala… Das war gegen Bayern Mün­chen so und hat es in fast allen Schalker Spielen mit dann aller­dings auch anderen Namen immer wieder gegeben. Soll heißen, die Mann­schaft von Trainer Fred Rutten spielte bisher selten wie aus einem Guss. Das wäre nicht schlimm, würde die Schalker Bank wirk­lich Alter­na­tiven bieten, aber das tut sie nicht, und das macht letzt­lich die Schwäche der Königs­blauen in dieser Saison aus.
Keine Tor­jäger



Gerald Asa­moah, Peter Löven­krands oder Vicente San­chez, die beim gegen Mün­chen meist über­legen geführten Spiel auf der Bank saßen, sind eben keine gefürch­teten Tor­jäger und Albert Streit ist offen­sicht­lich auch keiner, der ent­schei­dende Ideen ins Schalker Spiel bringen kann, wenn andere sie nicht haben. Ganz zu schweigen von Spie­lern wie Ze Roberto, Carlos Gross­müller oder auch Gus­tavo Varela, die ihren Platz meist auf der Tri­büne der Vel­tins-Arena haben.

Eine gute Mann­schaft lebt auch davon, dass sie nicht nur fünf oder sechs Profis hat, die den Namen Spit­zen­spieler ver­dienen. Im Abwehr­be­reich hat Trainer Fred Rutten sicher­lich die Qual der Wahl, und wohl auch des­halb hat seine Mann­schaft nach wie vor die wenigsten Gegen­tore in der Bun­des­liga. Aber je weiter es nach vorne geht, desto schlechter sieht aus. Die mit Aus­nahme von Jones und Wes­ter­mann schlechten Ein­käufe der letzten Saison zeigen langsam aber sicher Wir­kung.

Neu­zu­gänge müssen auf Anhieb funk­tio­nieren


Für die ganz neuen Spieler im Kader wie Jef­ferson Farfan und Orlando Enge­laar heißt das, dass sie auf Anhieb funk­tio­nieren müssen. Farfan ist, wie er in den letzten Spielen zeigte, offen­sicht­lich auf einem guten Weg. Und der gegen die Bayern gesperrte Enge­laar scheint sich auch noch ein­finden zu können. Mit ihnen in guter Form hat der FC Schalke 04 einen sicher eine gut erste Gar­nitur.

Wenn es aber Form- oder Ide­en­krisen gibt oder auch Ver­let­zungen, dann ist bei den Königs­blauen guter Rat teuer. Dabei spielt es über­haupt keine Rolle, in wel­chem System Trainer Fred Rutten spielen lässt. Die Spieler der erste Gar­nitur müssen in Top­form sein, dann können sie mit den Spit­zen­teams der Liga auch mit­halten. Aber dahinter gibt es bei Schalke 04 nichts. Und das macht die Sache schwer.