Die Bestür­zung hielt sich bei Man­chester City in Grenzen. Man sei ent­täuscht, aber nicht über­rascht“ hieß es in einem ersten State­ment auf der Klub-Home­page. Dabei hat es der Rich­ter­spruch der UEFA-eigenen Finanz­kon­troll­kammer CFCB in sich. Zwei Jahre darf Man­chester City nicht an der Cham­pions League und der Europa League teil­nehmen. Außerdem muss der Klub 30 Mil­lionen Euro Strafe zahlen. 

Die Geld­strafe dürfte den Eig­nern um Sheikh Man­sour aus Abu Dhabi dabei wenig Kopf­schmerzen bereiten. Der Aus­schluss aus der Königs­klasse hin­gegen schmerzt, schließ­lich jagt City dem Hen­kel­pott schon seit Jahren zwang­haft hin­terher und hat dafür schon Unsummmen in einen Kader inves­tiert, der in den ent­schei­denden Par­tien in der Cham­pions League bis­lang doch stets den Kür­zeren zog. 

Ein Warn­schuss – min­des­tens

Dass über­haupt gegen Man­chester City ermit­telt wurde, war den Ver­öf­fent­li­chungen der Foot­ball Leaks“ zu ver­danken, deren Ver­öf­fent­li­chungen ein­drück­lich zeigten, dass City bewusst gegen die Regeln des Finan­cial Fair­Play ver­stieß, etwa durch die Dekla­rie­rung von Zuwen­dungen des Besit­zers als vor­geb­liche Zah­lungen von Spon­soren aus Abu Dhabi. 

Der Rich­ter­spruch der Kon­troll­kammer ist nur der vor­erst letzte Akt in einem schon länger andau­ernden Gefecht zwi­schen Klub und Ver­band. 2019 schei­terte City mit dem durch­schau­baren Ver­such, vor dem Inter­na­tio­nalen Sport­ge­richtshof CAS ver­hin­dern zu lassen, dass der Fall von der ermit­telnden UEFA-Finanz­kon­troll­be­hörde an die Kammer des Kon­ti­nen­tal­ver­bands wei­ter­ge­leitet wird. 

Die sprach nun ein dra­ko­ni­sches Urteil, gegen das City Beru­fung ein­legen kann – wie­derum vor dem CAS. Sollte der das Urteil kas­sieren oder abschwä­chen, wäre der Klub nochmal mit einem blauen Auge davon gekommen – ein Warn­schuss für alle Klubs, die den inter­na­tio­nalen Fuß­ball als Spiel­platz ohne Regeln begreifen, ist das Urteil aber allemal.