Wochen­lang hatte Gian­luigi Len­tini das immer gleiche Mantra wie­der­holt. Nein,“ er werde seinen Klub, den AC Turin, für kein Geld der Welt ver­lassen. Die Streit­hähne von Juventus Turin und dem AC Mai­land sollten ruhig immer neue Rekord­ab­lösen für seine Dienste in den Raum werfen. Irgend­wann begann Juventus-Prä­si­dent und Fiat-Boss Gianni Agnelli die Beteue­rungen zu glauben und stieg aus dem Wett­streit aus.

Milans Prä­si­dent Ber­lus­coni hin­gegen bekam, wie eigent­lich immer, was er wollte: Er nahm den 23-Jäh­rigen Len­tini im Sommer 1992 unter Ver­trag. Der Angreifer kos­tete den Medi­en­mogul 13 Mil­lionen Pfund, was ihn zum damals teu­ersten Spieler aller Zeiten machte.

Diese Ablöse ließ nicht einmal den Vatikan kalt, der über seine haus­ei­gene Zei­tung Osser­va­tore Romano ver­breiten ließ, dass ein sol­cher Transfer per­vers und unmo­ra­lisch“ sei. Len­tinis Rekord­ab­löse hielt immerhin vier Jahre. Der Vatikan hat übri­gens nie wieder in dieser Deut­lich­keit neue Trans­fer­re­korde ver­ur­teilt.