VfL Wolfs­burg

Bun­des­liga: Platz 13

DFB-Pokal: Ach­tel­fi­nale

Trans­fers:

Es kamen: Victor Osimhen (Ulti­mate Stri­kers Aca­demy), Paul-Georges Ntep (Stade Rennes), Rie­chedly Bazoer (Ajax Ams­terdam), Yunus Malli (FSV Mainz 05)

Es gingen: Julian Draxler (Paris Saint-Ger­main), Carlos Ascues (FBC Melgar, Leihe)

Das ist außerdem neu:

Gleich vier neue Spieler: Klingt fast, als wäre Felix Magath zurück, mit dem feinen Unter­schied, dass alle Trans­fers durchaus Poten­tial haben und man die Namen zumin­dest theo­re­tisch schon mal gehört haben könnte. Die 45 Mil­lionen Euro Ablöse, die PSG für Julian Draxler abdrückte, wollten ja auch inves­tiert werden. A pro pos Draxler, eben­falls neu beim VfL: das Mit­ein­ander. Nachdem der chro­ni­sche Pro­blem­faktor end­lich seinen mühsam for­cierten Wechsel bekam, rückt die Mann­schaft um Trainer Vale­rien Ismael zusammen. Ob’s was bringt?

11FREUNDE-Pro­gnose: 

Jein. Wolfs­burg wird auch in der Rück­runde nicht zum großen Wurf aus­holen. Wir beschäf­tigen uns momentan sehr viel mit­ein­ander“, so Ismael. Viel­leicht sollten sich die Wölfe eher mit dem Fuß­ball­spielen beschäf­tigen, schließ­lich steht man punkt­gleich mit Glad­bach und Bremen drei Zähler vor dem Rele­ga­ti­ons­platz, und das letzte Test­spiel gegen den Zweit­liga-Vor­letzten Aue endete 0:0. Absteigen wird der VfL aber auch nicht. Außer es kommt raus, dass Klaus Allofs sich seinen Koi-Teich im Garten auf Ver­eins­kosten beheizen ließ und man Insol­venz anmelden muss, weil VW wegen der Straf­zah­lungen in den USA keine Rück­lagen mehr hat. Solange das nicht der Fall ist, landet Wolfs­burg auf Platz 14.

Borussia Mön­chen­glad­bach

Bun­des­liga: Platz 14

DFB-Pokal: Ach­tel­fi­nale

Trans­fers:

Es kamen: Timo­thée Kolod­zie­jczak (FC Sevilla), Julio Vil­l­alba (Cerro Por­teño)

Es gingen: Álvaro Domín­guez (Kar­rie­re­ende), Julio Vil­l­alba (Cerro Por­teño, Leihe)

Das ist außerdem neu:

The King is back! Dieter Hecking über­nimmt in Glad­bach. Vom anfäng­li­chen Opti­mismus ist seit den letzten Test­spielen aber nichts mehr übrig, beim Telekom-Cup in Düs­sel­dorf setzte es Pleiten gegen Mainz und Gast­geber For­tuna. Die Leis­tung beim 0:2 gegen den Zweit­li­gisten bezeich­nete Manager Max Eberl als unter aller Sau“ – wack­liger als bei Vor­gänger André Schu­bert wird Heckings Trai­ner­stuhl trotzdem nicht sein. Dann wäre er auch kein Stuhl mehr, son­dern eine Rodeo-Maschine.

11FREUNDE-Pro­gnose: 

Glad­bachs Star­transfer heißt Timo­thée Kolod­zie­jczak. Ko-lo-dziej-czak. Wäh­rend wir uns schon auf die Aus­sprech-Ver­suche von einem Lothar Mat­thäus, Fritz von Thurn und Taxis und Kon­sorten freuen, fragt sich der geneigte Bor­russia-Fan: Wieso? Die Defen­sive ist diese Saison für Glad­ba­cher Ver­hält­nisse nicht außer­ge­wöhn­lich schlecht, tat­säch­lich haben die Fohlen nach 16 Spielen weniger Tore kas­siert, als letztes Jahr. Vorne hapert es aller­dings gewaltig: 15 statt 31 Treffer. Wir glauben: King Hecking bringt Raf­fael, Stindl und Co. wieder auf Trab und macht’s wie 2013 mit Wolfs­burg, die er sogar auf dem 15. Platz über­nahm. Am Ende stand Rang 10.

Werder Bremen

Bun­des­liga: Platz 15

DFB-Pokal: aus­ge­schieden (1. Runde)

Trans­fers:

Zugänge: Thomas Delaney (FC Kopen­hagen)

Abgänge: Fallou Diagne (FC Metz, Leihe), Lukas Fröde (Würz­burger Kickers), Lennart Thy (FC St. Pauli, Leihe)

Das ist außerdem neu:

Nein, ehr­lich: Vieles hat sich bei Werder nicht getan, den per­so­nellen Erd­rutsch mit der Werder-typi­schen Nase Stall­ge­ruch gab es schon vor der Win­ter­pause. Und auch Max Kruse macht weiter sein Ding. Um vier Uhr mor­gens fetzte er seinen Sport­wagen auf der Auto­bahn in die Leit­planke. Neu an der Geschichte: Der Verein bestrafte den Stürmer nicht. Geschäfts­führer Frank Bau­mann kün­digte aber an, dass Kruse etwas für die Mann­schaft springen lassen muss – ein Poker­tur­nier viel­leicht? Hof­fent­lich lässt nie­mand was im Taxi liegen. 

11FREUNDE-Pro­gnose: 

Was Hoff­nung macht: Bremen ist seit fünf Bun­des­li­ga­spielen unge­schlagen. Was die Hoff­nung zunichte macht: Mit 34 Gegen­tref­fern ist der SVW fast schon tra­di­tio­nell die defen­siv­schwächste Mann­schaft der Liga. Immerhin: In drei Test­spielen gab es nur vier Gegen­tore und eine Nie­der­lage (bei zwei Unent­schieden). Den Maso­chismus der Werder-Fans wird auch die Rück­runde befrie­digen, trotz zwi­schen­zeit­li­cher Offensiv-High­lights durch Serge Gnabry, Kruse und natür­lich Claudio Pizarro. Am Ende landet Werder in der letztes Jahr noch knapp ver­mie­denen Rele­ga­tion, wo Pizarro mit einem Dop­pel­pack in der Schluss­phase im Nord­derby gegen Han­nover den Klas­sen­er­halt sichert. Mit einem schel­mi­schen Grinsen im Gesicht. Nachdem er das ganze Spiel abge­taucht war. Wor­aufhin sein Ver­trag unbe­fristet ver­län­gert wird. Geiler Typ. Alex­ander Nouri muss trotzdem gehen. Und Werder ver­pflichtet Mladen Krstajic – Stall­ge­ruch eben.