BORUSSIA MÖN­CHEN­GLAD­BACH
Bun­des­liga: Platz 18
DFB-Pokal: aus­ge­schieden (Ach­tel­fi­nale)

Trans­fers:

Es kamen: Mike Hanke (Han­nover 96), Martin Stranzl (Spartak Moskau), Håvard Nordtveit (Arsenal London Reserve)
Es gingen: Jan-Ingwer Callsen-Bra­cker (FC Augs­burg)

Das ist außerdem neu:
Nicht viel. Trainer Michael Front­zeck darf trotz der kata­stro­phalen Bun­des­liga-Hin­runde mit rekord­ver­däch­tigen 47 Gegen­tref­fern und dem Aus im DFB-Pokal bleiben. Vorbei scheint hin­gegen die Zeit des eins­tigen Glad­ba­cher Hoff­nungs­träger Raul Boba­dilla. Der Stürmer war bereits vor Ende der Bun­des­liga-Hin­runde wegen anhal­tender Dis­zi­plin­lo­sig­keit sus­pen­diert worden.

11FREUNDE-Pro­gnose:
Bei einigen Tests in der Win­ter­pause machte Borussia Mön­chen­glad­bach zumin­dest keine schlechte Figur. Gegen den VFL Wolfs­burg reichte es zu einem 0:0 und beim Win­tercup in Düs­sel­dorf holte Mön­chen­glad­bach den Titel und setzte sich dabei gegen den FC St. Pauli, den 1. FC Kai­sers­lau­tern und For­tuna Düs­sel­dorf durch. Aber nur, wenn es Front­zeck mit dem erfah­renen Stranzl und Rück­kehrer Brou­wers end­lich gelingt, die Abwehr zu sta­bi­li­sieren, hat Borussia Mön­chen­glad­bach noch eine Chance in der Bun­des­liga zu bleiben Schließ­lich trennen die Fohlen“ schon sieben Punkte vom ret­tenden Ufer.



VFB STUTT­GART
Bun­des­liga: Platz 17
DFB-Pokal: aus­ge­schieden (Ach­tel­fi­nale)

Trans­fers:
Es kam: Shinji Oka­zaki (Shi­mizu S‑Pulse)
Es ging: Nie­mand

Das ist außerdem neu:
Bruno Lab­badia. Der ehe­ma­lige Pis­to­lero von der Alm“ stieß erst kurz vor Bun­des­liga-Rück­run­den­schluss zum VfB Stutt­gart und hatte kaum Zeit seine Vor­stel­lung von Fuß­ball umzu­setzen. Dass diese Vor­stel­lung auch lang­fristig erfolg­reich sein kann, muss er aber erst noch beweisen.

11FREUNDE-Pro­gnose:
Von allen Abstiegs­kan­di­daten hat der VfB Stutt­gart sicher­lich den qua­li­tativ besten Kader und in den letzten Jahren zudem gezeigt, dass der Klub im Stande ist, fan­tas­ti­sche Rück­runden zu spielen. Ob Neu­zu­gang Oka­zaki beim VfB Stutt­gart aber ebenso gut ein­schlägt, wie Uchida auf Schalke oder gar Kagawa in Dort­mund, steht natür­lich in den Sternen. Ent­schei­dend dürfte es aber sein, ob Bruno Lab­badia seine erfolgs­ver­wöhnte Mann­schaft auf den Abstiegs­kampf in der Bun­des­liga ein­stellen kann. Wenn dies gelingt, wird er mit Spieler wie Cacau, Kuz­ma­novic oder Del­pierre ziem­lich sicher den Klas­sen­er­halt errei­chen, zumal der VfB Stutt­gart im Pokal­spiel gegen den FC Bayern (trotz einer 3:6‑Niederlage) gezeigt hat, wel­ches Poten­zial die Schwaben haben.


1. FC KÖLN

Bun­des­liga: Platz 16
DFB-Pokal: aus­ge­schieden (Ach­tel­fi­nale)

Trans­fers:
Es kamen: Michael Ren­sing (Ver­einslos), Chris­tian Eichner (1899 Hof­fen­heim), Tom­oaki Makino (San­frecce Hiro­shima), Sla­womir Peszko (Lech Posen), Wil­fried Sanou (Urawa Red Dia­monds)
Es gingen: Faryd Mond­ragon (Phil­adel­phia Union), Daniel Bro­sinski (SV Wehen Wies­baden)

Das ist außerdem neu:
Prä­si­dent Wolf­gang Overath hat viel getan, um dafür zu sorgen, dass die Schere zwi­schen Anspruch und Rea­lität beim 1. FC Köln nicht noch weiter aus­ein­ander driftet. Volker Finke bringt als neuer Sport­di­rektor drin­gend benö­tigtes Know-How in die ope­ra­tive Füh­rungs­ebene des 1.FC Köln mit ein und viel­leicht auch jene zusam­men­hän­gende Trans­fer­phi­lo­so­phie, die seinem Vor­gänger Michael Meier fehlte. Außerdem wurde Lukas Podolski von Trainer Frank Schäfer zum Kapitän ernannt. Mit Michael Ren­sing steht zudem ein neuer, uner­fah­rener Tor­wart zwi­schen den Bun­des­liga-Pfosten des FC.

11FREUNDE-Pro­gnose
Mit Chef­trainer Frank Schäfer zeigte der unter Zvonimir Soldo schein­tote 1.FC Köln gegen Ende der Bun­des­liga-Hin­runde ein­deu­tige Lebens­zei­chen. Etwa beim 1:0‑Sieg gegen Ein­tracht Frank­furt. Viele Fra­ge­zei­chen bleiben jedoch. Kann Michael Ren­sing in seinem zweiten Anlauf als Bun­des­liga-Tor­wart das Stigma des Geschei­terten abschüt­teln? Schaffen Nova­kovic und Podolski es end­lich zusam­men­zu­spielen? Kann Neu­zu­gang Peszko die ide­en­lose Offen­sive bun­des­li­ga­reif beleben? Gelingt all das, könnte dem 1. FC Köln der fünfte Abstieg der Bun­des­liga-Geschichte erspart bleiben.

FC ST. PAULI
Bun­des­liga: Platz 15
DFB-Pokal: aus­ge­schieden (1. Runde)

Trans­fers:
Es kamen: nie­mand
Es gingen: nie­mand

Das ist außerdem neu:
Nach außen hin nichts.Trainer Holger Sta­nis­lawski ver­traut dem Kader, den er schon in der Bun­des­liga-Hin­runde zusammen hatte. Der FC St. Pauli blieb in der Vor­be­rei­tung in Ham­burg und ackerte auf dem zumeist gefro­renen Boden an der Koll­au­straße in aller Ruhe für eine bes­sere Tor­aus­beute in der Bun­des­liga. Doch im inneren des Ver­eins knis­tert es: Erst die Nie­der­lage im Rechts­streit um die Mer­chan­di­sing-Rechte, dann gingen die Fans gegen die aus­ufernde Kom­mer­zia­li­sie­rung auf die Bar­ri­kaden. Zuletzt sorgten die Vor­würfe im Zusam­men­hang mit der Spiel­sucht des ehe­ma­ligen St. Pau­lia­ners René Schnitzler für Unruhe. Der­zeit liegen graue Wolken über dem Bun­des­liga-Para­dies am Mill­erntor.

11FREUNDE-Pro­gnose: 
Für den FC St. Pauli wird der Klas­sen­er­halt in der Bun­des­liga ein Kampf bis zur letzten Sekunde, denn auch in der Vor­be­rei­tung scheint die Offen­siv­schwäche (nur 16 Tore in der Hin­runde) kei­nes­falls behoben worden zu sein. Zumin­dest ver­geigten Asa­moah, Ebbers und Co. beim Vor­be­rei­tungs­tur­nier in Düs­sel­dorf wieder Hoch­ka­räter am Fließ­band. Kriegt Stani dieses Pro­blem seiner Mann­schaft nicht in den Griff, wird der FC St. Pauli auto­ma­tisch nach unten rut­schen uns ich am Ende in Liga zwei wieder finden.


WERDER BREMEN
Bun­des­liga: Platz 14
DFB-Pokal: aus­ge­schieden (2. Runde)
Cham­pions League: aus­ge­schieden (Vor­runde)

Trans­fers:
Es kam: Denni Avdic (Elfs­borg Boras)
Es ging: Hugo Almeida (Bes­iktas Istanbul)

Das ist außerdem neu:
Anschei­nend geht es bei Werder doch noch schlechter als in der Bun­des­liga-Hin­runde. Werder Bremen prä­sen­tierte sich in den Test­spielen desolat und unterlag erst gegen Zweit­li­gist Duis­burg (1:4) und dann dem in der tür­ki­schen Süperlig auf Platz 11 lie­genden Eski­se­hirspor (1:3). Wie dünn­häutig man bei Werder der­zeit ist, erkennt man an den Ver­bal­eska­la­tionen des Co-Trainer Hör­ner­bach, der einen Schieds­richter mit Du Voll­idiot!“ anging. Auch scheint Neu­zu­gang Avdic noch kein Ersatz für Almeida zu sein. Ganz im Gegen­teil, der Schwede muss kör­per­lich noch auf Bun­des­liga-Niveau gebracht werden. Ein­ziger Licht­blick: Claudio Pizarro konnte die Vor­be­rei­tung ver­let­zungs­frei absol­vieren und gilt als Hoff­nungs­träger.

11FREUNDE-Pro­gnose:
Sollte Werder Bremen die Undis­zi­pli­niert­heiten im eigenen Kader (Frings gegen Pizarro, Allofs gegen die Mann­schaft, Arn­au­tovic gegen alle) nicht in den Griff bekommen, fährt die Kuschel­welt Werder in dieser Bun­des­liga-Saison mit Vollgas vor die Wand. Zu viele Kri­sen­herde und noch viel schlimmer: Nie­mand scheint eine Lösung parat zu haben. Werder Bremen wird nicht absteigen, aber die Saison könnte zur abso­luten Kata­strophe werden an deren Ende viel­leicht sogar die Ära Schaaf in Frage steht. Die Vor­aus­sagen von Klaus Allofs klingen für Werder Bremen Ver­hält­nisse nahezu apo­ka­lyp­tisch: Wir hätten gar nicht die Mög­lich­keit zu einer kom­pletten Umwäl­zung. Aber das wollen wir auch nicht. Es wird eine schwie­rige Bun­des­li­ga­saison!“ Tim Wiese ergänzt: Wir werden mit dieser Mann­schaft höchs­tens Zehnter, wenn über­haupt.“ Na dann!


VFL WOLFS­BURG
Bun­des­liga: Platz 13
DFB-Pokal: aus­ge­schieden (Ach­tel­fi­nale)

Trans­fers:
Es kam: bisher nie­mand
Es ging: Edin Dzeko (Man­chester City)

Das ist außerdem neu: 
Der VfL Wolfs­burg ist der Gewinner der Win­ter­vor­be­rei­tung – zumin­dest, was die Trans­fer­bi­lanz angeht. Aber durch den Ver­kauf von Edin Dzeko mag Wolfs­burg zwar etwas für das Fest­geld­konto getan haben, dum­mer­weise ging dadurch aber auch der mit Abstand tor­ge­fähr­lichste Angreifer der Nie­der­sachsen flöten. Nun liegt es an Trainer Steve McClaren ein neues Offen­siv­kon­zept zu ent­wi­ckeln, ver­ließ sich der VfL Wolfs­burg in der Bun­des­liga-Hin­runde doch allzu häufig auf Dzeko. Große Namen werden als Nach­folger des Bos­niers gehan­delt, pas­siert ist aber noch nichts. Weitaus erfreu­li­cher ist da die bevor­ste­hende Debut von Arne Fried­rich. Der Abwehr­mann, der die kom­plette Hin­runde ver­letzt aus­fiel, ist gleich mal zum Über­gangs­ka­pitän der Wölfe gemacht worden.

11FREUNDE-Pro­gnose:
Mit Wolfs­burg ist zu rechnen. Trotz oder gerade wegen des Abgangs von Edin Dzeko wird der VfL in der Bun­des­liga-Rück­runde anders auf­treten müssen. Wenn Dieter Hoeneß den Trans­fer­erlös sinn­voll in einen pas­senden Partner für Angreifer Gra­fite inves­tiert, wird der VfL Wolfs­burg sicher in der Bun­des­li­ga­ta­belle nach oben klet­tern. Viel­leicht reicht es sogar noch für den Kampf um die inter­na­tio­nalen Plätze.