Am ver­gan­genen Samstag erwar­tete der Auf­stiegs­aspi­rant King’s Lynn Town in der siebten eng­li­schen Liga Stock­brigdge Park Steels. Eine Rand­notiz im euro­päi­schen Fuß­ball. Stock­bridges Keeper Ben Scott griff dreimal hinter sich, hatte auch sonst arbeits­rei­chen Nach­mittag und sah zu allem Übel in der Schluss­phase noch eine Rote Karte. Wen scherte schon das rüde Foul, denn es galt das 3:3 und einen Punkt in der Ferne zu ver­tei­digen.

Eine Span­nung, die einen sieb­zig­jäh­rigen Sup­porter der Lin­nets“ fast das Leben kos­tete. Wenige Sekunden vor dem Foul und dem anschlie­ßenden Platz­ver­weis ver­sagte dem ergrauten Fuß­ballfan das Herz. Er kol­la­bierte zwi­schen der auf­ge­brachten Menge, die sich eher um ihren ver­letzten Stürmer sorgte als auf den am Boden lie­genden Mann.

Zu diesem Zeit­punkt hatte Ben Scott bereits unter dem Spott der Heim­fans den Gang in die Umklei­de­räume auf­ge­nommen. Doch sein Arbeitstag war noch nicht vorbei. Plötz­lich stürmte ein junges Mäd­chen im Spie­ler­tunnel an mir vorbei und sagte, dass jemand gestorben sei“, berich­tete Scott später. Als Kran­ken­pfleger im ört­li­chen Don­caster Royal Hos­pi­tals aus­ge­bildet, lief er kur­zer­hand in die Horde der King’s-Fans hinein und stol­perte fast über den am Boden lie­genden Mann.

Fan­tas­ti­sche Team­ar­beit

Zusammen mit anderen Erst­hel­fern und einem trag­baren Defi­bril­lator sta­bi­li­sierte er den Mann, der zuvor einen kurz­zei­tigen Herz­still­stand erlitten hatte. Gemeinsam war­teten sie auf den ein­tref­fenden Kran­ken­wagen. Es war eine fan­tas­ti­sches Stück Team­ar­beit, die diesem Herrn eine reelle Über­le­bens­chance gab“, erstickte Scott die auf­kom­menden Hys­terie um seine Person im Keim. ESPN​.com ana­ly­sierte daher sach­lich: The best save in his career“. Der zuvor ver­spot­tete Scott wurde nach Abpfiff von den Heim­fans fre­ne­tisch gefeiert.

Mitt­ler­weile wurde der namens­lose Fan aus dem Eliza­beth Hos­pital ent­lassen und wird daheim gepflegt. Auch Lin­nets Vor­sit­zender Keith Chapman bedankte sich nach der Partie beim geg­ne­ri­schen Tor­hüter und seinen Hel­fern. Zugleich ließ er ver­lauten: Wir wün­schen unserem treuen Fan eine schnelle Gene­sung, auf dass er hof­fent­lich nicht allzu viele Spiele ver­passen wird.“