Seite 4: Ein neues Selbstverständnis

Wir haben als Mann­schaft gezeigt, dass wir alles errei­chen können, wenn wir zusam­men­halten. Wir haben Welt­klasse gespielt. Es ist egal, wer unser Gegner wird“, sagte Mesut Özil nach dem Spiel. Ein Selbst­ver­ständnis, das für große Titel wichtig ist.Auch der Kom­men­tator der FIFA schlug in eine ähn­liche Kerbe: Die Eng­länder seien bezwungen von diesem sehr viel­ver­spre­chenden, selbst­be­wussten, jungen deut­schen Team.“ Weiter pro­phe­zeite er: Sie werden für viele wei­tere Jahre dabei sein.“

Zum Titel hat es 2010 noch nicht gereicht. Die Reise endete an alt­be­kannter Stelle, wie schon bei der EM 2008: gegen Spa­nien, bei denen eben­falls eine Genera­tion hoch­be­gabter Spieler die Fuß­ball­welt beglückte. Aber gut Ding will schließ­lich Weile haben. Vier Jahre später kom­plet­tierten unter anderen Mario Götze, André Schürrle, Mats Hum­mels und Bene­dikt Höwedes die Mann­schaft, auch Toni Kroos war längst kein Bank­drü­cker mehr. Mit neuen Akteuren, im Kern aber gleich, klappte es: Die Gol­dene Genera­tion ver­gol­dete sich.