Seite 2: Verwandt oder verschwägert?

Ver­wandt oder ver­schwä­gert? – SG Schar­m­beck-Pat­tensen

Diese Spiele gibt es am Tag der Ama­teure zu sehen:

9. Oktober – 17:00 Uhr:
SG Schar­m­beck-Pat­tensen – SV Ein­tracht Lüne­burg III
6. Spieltag – Frauen Bezirks­liga Lüne­burg

10. Oktober – 10:00 Uhr:
SG Schar­m­beck-Pat­tensen III – Ein­tracht Elb­marsch IV
9. Spieltag – 4. Kreis­klasse Har­burg Ost

10. Oktober – 12:45 Uhr:
SG Schar­m­beck-Pat­tensen II – TuS Flee­stedt II
9. Spieltag – 1. Kreis­klasse Har­burg

10. Oktober – 15:00 Uhr:
SG Schar­m­beck-Pat­tensen – TSV Winsen/​Luhe
9. Spieltag – Bezirks­liga Lüne­burg

Eine Mann­schaft ist ein insta­biles Kon­strukt, gerade nach Nie­der­lagen ent­wi­ckelt sich eine ganz eigene Grup­pen­dy­namik. Aber glück­li­cher­weise kann jeder nach dem Spiel seiner Wege gehen und hat mit seinen Mit­spie­lern bis zum nächsten Trai­ning erstmal nichts zu tun. Das ist beim SG Schar­m­beck-Pat­tensen III teil­weise anders, denn dort kann es pas­sieren, dass auch mal ein Vater mit seinem Bruder und seinen zwei Söhnen auf dem Spiel­feld steht. Die Kuchen­be­ckers stellen manchmal gleich vier Spieler der Start­auf­stel­lung. Neben Vet­tern­wirt­schaft legt man bei der dritten Mann­schaft der SG aber auch viel Wert auf Erfah­rung. Die beiden Innen­ver­tei­diger kommen gut und gerne auf 100 Jahre gemein­same Lebens­er­fah­rung. Hilft im Lauf­duell zwar nicht, dafür kann man die Gegen­spieler mit Weis­heiten des Lebens aus dem Kon­zept bringen.

Gegründet wurde die SG Schar­m­beck-Pat­tensen in den Sech­zi­ger­jahren aus den beiden Stamm­ver­einen MTV Schar­m­beck und der MTV Pat­tensen. Die Legende besagt, dass ein Spiel der MTV Pat­tensen damals nicht ange­pfiffen werden konnte, weil kein Spiel­gerät auf­findbar war. Somit ging das Spiel kampflos ver­loren und man fand sich mit dem MTV Schar­m­beck am Tabel­len­ende wieder. Dar­aufhin schloss man sich zusammen und läuft seitdem als Spiel­ge­mein­schaft auf.

Am Tag der Ama­teure geht es gleich auf zwei Sport­plätzen zur Sache. Die dritten Herren und die Frau­en­mann­schaft spielen am Turm“, die zweite und erste Mann­schaft der Männer im Wald­sta­dion“. Auch über Unter­stüt­zung darf sich die Mann­schaft freuen, die Ultras Schar­m­beck-Pat­tensen“ helfen, wo sie können, auch gerne am Bier, falls dies droht schlecht zu werden.

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Die Kuchen­be­ckers zusammen auf einem Bild. Vater Horst mit seinen Söhnen

Claudio Mattner

Auf großer Deutsch­land­tour – SV Lin­denau 1848 III

Diese Spiele gibt es am Tag der Ama­teure zu sehen:

10. Oktober – 12:00 Uhr:
TuS Leutzsch 1990 II – SV Lin­denau 1848 III
6. Spieltag – 2. Kreis­klasse

Der SV Lin­denau 1848 ist der zweit­äl­teste Ver­eins Leipzig und auch einer der ältesten Ver­eine Deutsch­lands. Seit nun­mehr 14 Jahren gibt es auch eine dritte Mann­schaft, die von Beginn an von einem treuen Spie­ler­stamm geleitet wird. Meh­rere Spieler haben bereits über 150 Spiele für die Mythos Dritte“ bestritten und befinden sich in ihrer letzten großen Saison. Vor vier Jahren hat sich die dritte Mann­schaft das Ziel gesetzt, in jedem Bun­des­land ein Freund­schafts­spiel zu bestreiten. Gemeinsam fuhr das Team schon zur vierten Mann­schaft von Ein­tracht Braun­schweig, Tas­mania Berlin oder der dritten Mann­schaft von For­tuna Köln. Bei For­tuna, so erzählte man uns, gab es die höchste Nie­der­lage seit Bestehen der dritten Mann­schaft. Mit einem schlappen 16:1 wurde man zurück nach Leipzig geschickt, aber nicht ohne davor mit den gast­freund­li­chen Köl­nern noch die Alt­stadt unsi­cher zu machen. Einen beson­deren Auf­ent­halt hatte man auch beim Ros­to­cker BSG. Als Über­nach­tungs­mög­lich­keit wurde ihnen ein Segel­boot zur Ver­fü­gung gestellt. Außerdem durfte man gegen Stahl Bran­den­burg im Sta­dion am Quenz spielen, wel­ches schon Aus­tra­gungsort von Spielen der Natio­nal­mann­schaft der DDR war. Neun der sech­zehn Bun­des­länder konnten die Leip­ziger bisher auf der Deutsch­land­karte abhaken. Das nächste Rei­se­ziel soll dann in Bayern liegen.

Am Tag der Ama­teure wird zwar kein neuer Bun­des­län­der­punkt errungen, dafür aber erst­mals das Derby gegen die TuS Leutzsch 1990 II aus­ge­tragen. Obwohl die beiden Mann­schaften nur wenige hun­dert Meter trennt, gab es dieses Auf­ein­an­der­treffen bisher nie.

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Mann­schafts­bild auf dem Segel­schiff im Hafen von Ros­tock

Dominik Preiß

Auf den Spuren Rivaldos – SV Fort­schritt Lun­zenau

Dieses Spiel gibt es am Tag der Ama­teure zu sehen:

10. Oktober – 14:00 Uhr:
SV Fort­schritt Lun­zenau e.V. – SV Ger­mania Mitt­weida 2 
1. Haupt­runde – Mit­tel­sach­sen­pokal

Beim SV Fort­schritt Lun­zenau ver­bindet der Fuß­ball nicht nur Genera­tionen, hier stehen sie sogar gemeinsam auf dem Platz. In der ersten Män­ner­mann­schaft spielt seit dieser Saison Pascal Müll­rich, der aus der U19 des Ver­eins in den Senio­ren­be­reich gewech­selt ist. Somit geht er nun gemeinsam mit seinem Vater Mat­thias auf Tore­jagd. Mat­thias Müll­rich hatte die Fuß­ball­schuhe eigent­lich schon an den Nagel gehängt, doch um sich den Traum zu erfüllen, noch einmal mit seinem Sohn auf dem Platz zu stehen, gab er in den ver­gan­genen zwei Jahren alles, um wieder fit zu werden. Und die Mühe zahlte sich aus, denn bereits am 1. Spieltag der Mit­tel­sach­sen­klasse kam es zum Dop­pel­pack des Duos, die beide beim 5:2‑Überraschungserfolg gegen den SC 1999 Alt­mitt­weida ein­netzen konnten.

Am Tag der Ama­teure kom­menden Sonntag treffen die Müll­richs mit ihrem Team in der 1. Haupt­runde des Mit­tel­sach­sen­po­kals auf einen alten Bekannten. Bereits vor zwei­ein­halb Jahren kam es im Pokal zum Duell mit der zweiten Ver­tre­tung der SV Ger­mania Mitt­weida, die eine Klasse höher behei­matet sind. Damals konnte Lun­zenau in einem Elf­me­ter­krimi den Einzug ins Pokal­fi­nale klar machen. Mitt­weida hat also noch eine Rech­nung zu beglei­chen, was die Lin­denauer natür­lich ver­hin­dern wollen. Das Spiel wird im eigenen Sta­dion an der Roch­litzer Straße aus­ge­tragen. Rund um das Sta­dion und den Verein hat es in letzter Zeit einige Ver­än­de­rungen gegeben. So wird bei­spiels­weise ein neues Mul­ti­funk­ti­ons­ge­bäude gebaut, das knapp 1,1 Mil­lionen Euro kosten wird. Einen Teil davon muss der Verein selbst auf­bringen, wodurch rund 4.500 Arbeits­stunden durch Ver­eins­mit­glieder ver­richtet werden müssen. Davon sind bereits ca. 1.800 abge­ar­beitet, was zeigt, dass hier alle an einem Strang ziehen.

Nun heißt es noch drei Mal schlafen und dann ist es auch schon soweit. Lasst Euch den Pokal­fight in Lun­zenau nicht ent­gehen und wer weiß, viel­leicht schlagen die Müll­richs ja auch wieder zu.

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SV Fort­schritt Lun­zenau