High­light der Hin­runde
Als am 13. Spieltag Hertha BSC zu Gast in Frei­burg war, sah es zunächst nicht gut aus für den Sport­club: Hertha war besser und ging durch Tore von Ramos und Nie­meyer mit 2:0 in Füh­rung. In der 59. Minute kam Frei­burg jedoch zurück und dem ein­ge­wech­seltem Stefan Rei­singer gelang durch einen schönen Fern­schuss der 1:2‑Anschlusstreffer, nachdem er Ebert ver­nascht hatte. Danach ent­wi­ckelte sich ein kurioses Spiel mit ver­geben Groß­chancen und einem nicht gege­benen Treffer. Dem­entspre­chend war das Ergebnis einer tur­bu­lenten Hälfte und vieler Dis­kus­sionen fünf Minuten Nach­spiel­zeit. Die Hertha dachte schon, drei Punkte ein­tüten zu können, als in der 94. Minute doch noch alle Dämme an der Dreisam bra­chen: Wieder war es Rei­singer, der den Ball vor den Fuß bekam und den Schluss­pfiff schlug. 2:2 in der 95. Minute. Rei­singer fasste das Spiel nach Abpfiff so zusammen: Geiles Spiel, geile Stim­mung!“ Im Bas­ket­ball heißt das Schlagen der Schluss­si­rene Buzzer-Beater“, gemeint ist damit der Sieg durch einen Korb in der letzten Sekunde. Der SC Frei­burg bewies sich als Buzzer-Beater der Bun­des­liga: Nicht nur gegen Berlin gelangen späte Treffer: In Nürn­berg wurde in der 93. Minute das Siegtor erzielt und in Hof­fen­heim wurde in der 90. Minute das 1:1 erzielt.

Tops und Flops
Beson­ders schmerz­voll war die 0:7‑Auswärtsniederlage gegen den FC Bayern Mün­chen am 5. Spieltag. Sie ist die höchste Frei­burger Nie­der­lage der Bun­des­li­ga­ge­schichte – Ribery und Gomez zelegten das bemit­lei­dens­werte Frei­burg fast im Allein­gang.
Papiss Demba Cissé ist diese Saison mit neun Tref­fern und drei Vor­lagen weiter in der Erfolgs­spur. Der Tor­jäger bleibt im Visier von Top­klubs, auch wenn er zuletzt weniger traf.

Ja, gut äh, ich sach mal: Medialer Höhe­punkt
Als beim auf­rei­benden Spiel gegen Hertha BSC (siehe High­light) der Treffer von Stefan Rei­singer in der 81. Minute nicht gegeben wurde, stürmte der Prä­si­dent des Breis­gauer Sport­clubs, Fritz Keller, mit aus­ge­strecktem Stin­ke­finger auf die Hertha-Bank zu, weil diese angeb­lich Ein­fluss auf den Schieds­richter genommen hätte. Ver­wer­fungen durch die anschlie­ßende Schlamm­schlacht des Ber­liner Bou­le­vards wurden schließ­lich durch ein Tele­fonat zwi­schen Michael Preetz und Keller aus­ge­räumt – Keller ent­schul­digte sich und man ver­ein­barte ein Curry-Wurst-Essen.

Zitat der Hin­runde
Das geht so nicht. So etwas sollte der DFB ver­bieten“, urteilte Heiko But­scher über die Frisur von Youngster Jona­than Schmid.

Wenn dieser Verein ein Job wäre, so wäre er…
Nacht­wächter – die rote Laterne fest im Griff, schlaf­wan­delt der SC Frei­burg durch die Liga und wacht stets zu spät auf.