Nach einem solch ner­ven­auf­rei­benden Spiel wie dem 2:1 im EM-Halb­fi­nale gegen Frank­reich durfte das obli­ga­to­ri­sche Sie­ge­rin­nen­foto des deut­schen Teams natür­lich nicht fehlen. Blöd nur, wenn die ent­schei­dende Frau nicht da ist und gerade zur besten Spie­lerin des Spiels gekürt wird.

Kur­zer­hand schnappte sich Almuth Schult ihre Team­kol­le­ginnen und zusammen rannten sie in Rich­tung Alex­andra Popp. Denn wenn Popp nicht zur Mann­schaft kommt, kommt die eben zu ihr. Eine Situa­tion, die den großen Team­geist im deut­schen Team ver­deut­licht. Die Mann­schaft, ganz ehr­lich, die ist geil. Sie stärkt mir den Rücken und freut sich mit mir nach meiner Lei­dens­ge­schichte“, sagte Popp. So einen Team­spirit wie hier habe ich noch nie erlebt.“

Doch es ist nicht nur das gemein­same Feiern von Erfolgen, dass den Team­geist aus­macht. Viel­mehr sind es die kleinen Dinge auf und neben dem Platz. Vor Anpfiff hält Giulia Gwinn das Trikot ihrer Ver­eins­kol­legin Klara Bühl hoch, die sich am Dienstag mit Corona infi­zierte und daher gegen Frank­reich fehlte.

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Eine Geste, die das DFB-Team auch schon nach dem coro­nabe­dingten Aus­fall von Lea Schüller zeigte. Was so neben­säch­lich wirkt, hat aber eine viel grö­ßere Bedeu­tung. Im Kader des deut­schen Teams bei diesem Tur­nier zählt jede Ein­zelne und jede ist sich ihrer wich­tigen Rolle bewusst.

Es wird sich auf dem Platz unter­stützt, von außen ange­feuert und teil­weise sogar tak­tisch gebrieft, wie 20 Minuten vor Schluss gegen Frank­reich, als Sydney Loh­mann ein­ge­wech­selt wurde und sich noch die letzten tak­ti­schen Vor­gaben von Laura Frei­gang mit­geben ließ.