Mit sofor­tiger Wir­kung wech­seln neun Fuß­ball­spieler aus Saudi-Ara­bien nach Spa­nien. Es sind die ersten Trans­fers, die auf­grund einer lang­fristen Zusam­men­ar­beit zwi­schen dem ara­bi­schen König­reich und einer der ange­se­hensten Fuß­ball­ligen der Welt zustande kommen.

Auf dem Blatt sieht es nach einer Win-win-Situa­tion für alle Betei­ligten aus: Nach­wuchs­spieler aus Saudi-Ara­bien können Erfah­rung in spa­ni­schen Ligen sam­meln. Die Natio­nal­mann­schaft des ara­bi­schen König­reichs kann auf inter­na­tional erfah­rene Spieler für die Welt­meis­ter­schaft zurück­greifen. Und die sie auf­neh­menden Mann­schaften in Spa­nien stei­gern ihre Prä­senz im Nahen Osten.

So weit, so gut. Aller­dings bringt der Wechsel der neun Spieler, die ges­tern von der General Sports Aut­ho­rity (GSA) of Saudi-Arabia, der Saudi Ara­bian Foot­ball Fede­ra­tion (SAFF) und der LaLiga vor­ge­stellt wurden, Fragen mit sich. 

Auf den Spuren von Mukhtar Ali

Fuß­ball ist Saudi-Ara­biens belieb­teste Sportart. Zwi­schen 1994 und 2006 war das ara­bi­sche König­reich bei jeder Welt­meis­ter­schaft ver­treten, 1994 erreichten man als erste asia­ti­sche Mann­schaft über­haupt das Ach­tel­fi­nale. Nun ist man end­lich wieder dabei: Am 14. Juni werden die Augen der Welt auf die grünen Falken“ gerichtet sein, wenn die Welt­meis­ter­schaft in Russ­land wird mit dem Spiel des Gast­ge­bers gegen Saudi-Ara­bien eröffnet wird. 

Grund genug um die Natio­nal­spieler und die, die es einmal werden sollen, in die weite Welt zu schi­cken. Denn zur­zeit spielt im Team der grünen Falken nur Mukhtar Ali in Europa – als Ergän­zungs­spieler bei der zweiten Mann­schaft von Vitesse Arn­heim.