Rudi Assauer und Simone Tho­m­alla traten mit einem anderen pro­mi­nenten Paar aus der Fuß­ball­szene beim RTL 2- »Frau­en­tausch« an. Diese Folge wurde leider nie aus­ge­strahlt. Das Schalker Fan­zine »Schalke Unser« kam an die geheimen Auf­zeich­nungen dieser Sen­dung.



Im heu­tigen Frau­en­tausch wech­seln zwei ehe­ma­lige Pro­mi­nente aus der Bun­des­liga die Frauen. Zum einen das Pär­chen Claudia E., vor­mals Claudia Str., und Stefan E., genannt der Tiger, aus Miami wollen ihrer ange­knacksten Ehe mit diesem Ver­such wieder einen Schub geben. Die aus Leipzig stam­mende Simone T. und Rudi A. aus Gel­sen­kir­chen-Hassel nehmen der­weil aus anderen Gründen teil. Die Schau­spie­lerin Simone T. will sich für ihre künf­tige Rolle in das Leben ihrer Figur ein­fühlen. Sie spielt eine publi­ci­ty­geile Tussi mit der Aus­strah­lung einer kalt­ge­wor­denen Foli­en­kar­toffel, die sich zweimal nach­ein­ander mit Fuß­ball­profis schlichten Gemüts ein­lässt.  

Doch schon die Ankunft von Claudia E. im male­ri­schen Gel­sen­kir­chen-Hassel gestaltet sich schwie­riger als erwartet. Rudi A., noch nie im Ver­dacht gestanden, Mit­her­aus­geber der »Emma« zu sein, for­mu­liert seine Skepsis: »Die Alte hat doch voll einen am Brett. Haupt­sache die kann wat an Herd.«
 

Bei Simone T. hin­gegen herrscht Zuver­sicht. In Miami ange­kommen, fühlt sie sich beim Anblick des Beaches gleich an den Ost­see­strand erin­nert. Doch auch Stefan E. hat erste Bedenken, als Simone T. beim Sau­ber­ma­chen seine an der Wand hän­genden, ein­ge­rahmten Unter­las­sungs­klagen und Straf­zettel fallen lässt. »Das gibt es doch gar nicht«, stößt der Tiger aus.

Doch der Ärger geht weiter. Simone T. stöp­selt bei dem Vor­haben, ein, zwei Vel­tins kalt zu stellen, die Kabel um. Somit wird Stefan E.s haus­ei­gener Sola­ri­um­an­lage der Saft abge­dreht. Als er es sich gerade mit zwei Gurken auf den Augen und dem neuen Scooter-Song auf seinem Ipod gemüt­lich macht, bemerkt er das Mal­heur. Er quit­tiert es mit zwei aus­ge­streckten Mit­tel­fin­gern in Rich­tung Simone T.
 

Rudi A. hin­gegen will dem Blitz­licht-Junkie Claudia E. erst einmal die hei­mi­schen Gefilde zeigen und nimmt sie mit zu seinem Stamm­re­stau­rant und in die Nobel­ab­steige der Region. Nach dem Essen bei »Günnis Imbiss« ist Claudia E. erst­mals frus­triert. Der Besuch bei »Ernis Stern-Eck« kann ihre Laune nicht auf­hei­tern. »Das ist nicht schön«, sagt die ehe­ma­lige Matratze der Säberner Straße.
 Stefan E. und Simone T. streiten sich in Miami um das Fern­seh­pro­gramm. Simone T. möchte den Tatort schauen, in dem sie mit­ge­wirkt hat. Doch Stefan E. ant­wortet mit dem Mit­tel­finger und schaut weiter thai­län­di­sches Kick­boxen. Später am Abend zeigt ein Pro­gramm­such­lauf, dass auf Stefan E.s Fern­seher der Sender ARD sowieso gelöscht worden ist. Simone T. muss zudem fest­stellen, dass Stefan E. immer wieder zu der Nach­barin geht, um noch nach einem Pfund Butter oder etwas Zucker zu fragen. Aller­dings kommt er immer wieder ohne Hose zurück.

Im »Stern-Eck« macht sich Claudia E. sturz­be­trunken an den 34-jäh­rigen Bag­ger­fahrer Kalle aus Essen-Berg­ebor­beck ran, da dieser das­selbe Tattoo hat wie sie. Mit dem Unter­schied, dass sie das Wort »love« auf dem Oberarm hat, er es nach lang­jäh­rigem Auf­ent­halt in der JVA auf dem Hand­knö­chel trägt. Als Kalle erfährt, wer sie ist, zürnt selbst der unfrei­weil­ligen gleich­ge­schlecht­li­chen Ver­kehr gewohnte Kalle: »Das ist ja eklig. Wat mit zwei Bayern-Spie­lern anzu­fangen. N bissken wat an Stolz hat man doch. Zieh ab!« 

Claudia E. ist am Ende. Sie flieht und macht sich auf die Suche nach einem She­raton-Hotel in der Nähe. Als Rudi A. sie auf dem Heimweg mor­gens um sieben Uhr findet, ist sie fast erfroren in der Has­seler Fuß­gän­ger­zone. Als sie in einem Anfall von hys­te­ri­schem Selbst­zweifel von »Fett absaugen« erzählt, zeigt Rudi A. ihr die Kammer mit den Haus­halts­ge­räten. Am nächsten Tag reist Claudia E. zurück nach Miami, weil Rudi A. sich wei­gerte, selbst beim Essen oder Zähne putzen die Zigarre aus­zu­ma­chen.

In Miami fällt sie ihrem Gatten in die Arme und zu den Klängen von Stefan E.s Jamba-Spar­paket schauen sie auf den Son­nen­un­ter­gang. »Der Frau­en­tausch hat unserer Ehe gut getan«, sagt Claudia E. Wenig später macht sich Stefan E. noch einmal auf, um bei der Nach­barin nach Zucker zu fragen.  

Lesen Sie in einer unserer nächsten Folgen, wie Peter Zwegat den BVB vor der Insol­venz ret­tete und die Super-Nanny sich um Mark von Bommel küm­merte.